https://www.faz.net/-gqz-9ao33

Obama-Beraterin beleidigt : „Roseanne“-Show nach rassistischem Kommentar abgesetzt

  • Aktualisiert am

Bild: AP

Weil sie eine frühere Beraterin von Barack Obama auf Twitter attackierte, ist die Sitcom von Schauspielerin Roseanne Barr mit sofortiger Wirkung abgesetzt worden. Die Trump-Anhängerin gibt sich danach reumütig.

          1 Min.

          Nach einem rassistischen Twitter-Kommentar hat der amerikanische TV-Sender ABC die neuaufgelegte Show von Schauspielerin Roseanne Barr (65) abgesetzt. „Roseannes Twitter-Mitteilung ist abscheulich, abstoßend und stimmt nicht mit unseren Werten überein, und wir haben entschieden, ihre Show abzusetzen“, sagte Channing Dungey, Präsidentin von ABC Entertainment, am Dienstag laut Mitteilung.

          Barr hatte zuvor per Twitter die Afro-Amerikanerin Valerie Jarrett, einst Beraterin des früheren Präsidenten Barack Obama, als Baby der „Muslimbruderschaft und Planet der Affen“ beleidigt. Danach löschte sie den Tweet und entschuldigte sich bei Jarrett und „allen Amerikanern“. „Es tut mir wirklich leid, dass ich einen schlechten Witz über ihre Politik und ihr Aussehen gemacht habe. Ich hätte es besser wissen sollen. Vergebt mir, mein Witz war schlechter Geschmack.“

          Herausragende Quoten

          Die „Roseanne“-Show, in der Barr die Hauptrolle spielt, erzählt die Geschichte der Arbeiterfamilie Conner. Sie hatte zunächst in den 80er und 90er Jahren Erfolge gefeiert und war vor einigen Wochen neu aufgelegt worden – mit herausragend guten Quoten.

          Zahlreiche Schauspieler der Serie distanzierten sich per Twitter von Barr. „Es ist unglaublich traurig und schwierig für uns alle, denn wir haben eine Show geschaffen, an die wir glauben, auf die wir stolz sind und die die Zuschauer lieben – eine Show, die anders ist als die Meinungen und Wörter eines Mitglieds der Besetzung“, schrieb Schauspielerin Sara Gilbert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die neuen Vorsitzenden der SPD Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans

          Umfrage : SPD gewinnt, AfD verliert

          Zum Abschluss ihres Parteitags gibt es für die SPD gute Nachrichten von den Meinungsforschern. Unter den neuen Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans kann die Partei in der Wählergunst zulegen.

          Parteitag in Berlin : Die Wende der SPD

          Der Parteitag in Berlin ist ein historischer Bruch für die SPD. Sie verabschiedet sich endgültig von der „neoliberalen“ Schröder-Ära durch ein Programm für einen „neuen Sozialstaat“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.