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„Promi Big Brother“-Finale bei Sat.1 : Die im Keller sieht man wohl

  • Aktualisiert am

So sieht er aus, der Sieger im Fernseh-Haus: Aaron Troschke aus Berlin Bild: dpa

Jede Menge Abgründe und viel nackte Haut: Nach vierzehn Tagen wurde der Sieger der zweiten Staffel von „Promi Big Brother“ bei Sat.1 ermittelt. Vermutlich wird 2015 eine dritte Folge dieses Show-Formats produziert.

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          Vom TV-Quiz in den Container: Bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ gewann Aaron Troschke vor zwei Jahren als Quasselstrippe und Publikumsliebling 125 000 Euro. Bei „Promi Big Brother“ waren es nun 100 000. Nach zwei Wochen TV-Experiment kürten die Zuschauer den fünfundzwanzig Jahre alten Berliner zum Sieger der zweiten Staffel. Die erste Staffel hatte 2013 die Schauspielerin Jenny Elvers gewonnen.

          Im Gegensatz zur ersten Staffel der Sat.1-Show verbuchte das neue Konzept recht passable Zuschauerzahlen. Es gab diesmal in der Kölner Villa einen Luxusbereich für einen Teil der Bewohner und ein heruntergekommenes Kellergeschoss für die anderen, in dem um Annehmlichkeiten wie warmes Wasser gekämpft werden musste. Den Abschluss der Staffel verfolgten gut drei  Millionen Zuschauer - mit einem Marktanteil von 12,3 Prozent der dritte Platz bei den Einschaltquoten. Das entsprach in etwa dem Durchschnitt aller Folgen.

          Der Sender mit Quoten zufrieden

          Im Finale am Freitagabend musste sich der frühere Backshop-Besitzer Troschke am Schluss nur noch gegen Model, Designerin und Ex-Spielerfrau Claudia Effenberg durchsetzen, was er haushoch mit zwei Dritteln der Stimmen tat. Zuvor waren noch der Ex-Politiker Ronald Schill, Ex-„Bachelor“ Paul Janke sowie Schlagersänger Michael Wendler ausgeschieden. Kandidatinnen wie Ex-Pornodarstellerin Mia Julia sorgten für viel nackte Haut, auch der frühere Hamburger Innensenator Ronald Schill zog blank.

          Aus ihrer Motivation für die Teilnahme an dem Container-Spektakel machten einige Teilnehmer keinen Hehl. So antwortete etwa der Neue-Deutsche-Welle-Sänger Hubert Kah auf die Frage, was er mit den 100 000 Euro Siegprämie machen würde: „Auf jeden Fall nicht spenden.“ Er schied am Tag vor dem Finale aus. Für Aufsehen sorgte auch Mario-Max zu Schaumburg-Lippe: Der durch eine Adoption Geadelte wurde während seines Aufenthalts im Fernseh-Haus medienwirksam von seiner Freundin verlassen.

          Sat.1 zeigte sich zufrieden mit den Einschaltquoten, auch wenn die Zahlen im Vergleich zum RTL-Dschungelcamp „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ - im Schnitt etwa 8 Millionen Zuschauer -  zu wünschen übrig ließen. Wahrscheinlich gibt es  2015 eine dritte Staffel.

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