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Behördliche Verfügung : Türkei blockiert Website von „Charlie Hebdo“

  • Aktualisiert am

Von der Türkei aus unerreichbar: Die Website von „Charlie Hebdo“ Bild: Charlie Hebdo

Zu den über sechzigtausend in der Türkei gesperrten Internetseiten ist ein prominenter Neuzugang gekommen: Auch die Seite von „Charlie Hebdo“ ist nicht mehr erreichbar. Weil sie religiöse Gefühle verletzen könnte.

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          Die Behörden in der Türkei haben den Zugang zur Internetseite des religionskritischen französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ blockiert. Nutzer in der Türkei erhielten an diesem Freitag eine Fehlermeldung, wenn sie versuchten, die Adresse aufzurufen. Die Seite des Satiremagazins gehöre zu Dutzenden Webseiten, deren Sperre die Telekommunikationsbehörde im vergangenen Monat beantragt habe, weil sie religiöse Gefühle verletzten könnten, berichtete die Zeitung „Hürriyet“. Betroffen ist auch die Internetseite der einzigen Atheisten-Vereinigung in der mehrheitlich muslimischen Türkei.

          Islamisten hatten im Januar die Redaktion von „Charlie Hebdo“ in Paris angegriffen und zwölf Menschen ermordet. In der Ausgabe nach dem Anschlag veröffentlichte das Magazin auf seiner Titelseite aufs Neue eine Karikatur des Propheten Mohammed. Ein Gericht in der Türkei ordnete daraufhin die Sperre von Internetseiten an, die das Titelbild zeigten. Vor gut einem Jahr hatten die Behörden in der Türkei Twitter und YouTube gesperrt. Das Verfassungsgericht hob die Blockaden allerdings wieder auf.

          Nach Angaben der Webseite Engelliweb.com, die sich mit Internetzensur in der Türkei befasst, sind mehr als 67.000 Sites im Land gesperrt. Die meisten betroffenen Inhalte sind pornografischer Natur, es befinden sich aber auch politische Angebote darunter.

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