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ARD-Chef Tom Buhrow : „Wir brauchen die moderate Anpassung des Rundfunkbeitrags“

  • -Aktualisiert am

Hat einen Plan für die ARD bis zum Jahr 2030 vorgelegt: der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow. Bild: dpa

Wie steht die ARD in der Corona-Krise da? Vor allem aber: Was ist, wenn es in Sachsen-Anhalt keine Mehrheit für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags gibt? Ein Gespräch mit dem ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow.

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          In der Corona-Pandemie hat die Nutzung klassischen Fernsehens – auch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – bei Jugendlichen zugenommen. Hat Sie das überrascht?

          Nein. Wir wissen aus der Medienforschung, dass bei sehr wichtigen Ereignissen dieser Tragweite der Informationsbedarf steigt. Dabei wenden sich die Menschen verstärkt der ARD als Informationsquelle zu. Dazu zählen auch viele junge Menschen. Ungewöhnlich ist an der jetzigen Situation jedoch, dass diese veränderte Mediennutzung genauso wie die Krise über einen sehr langen Zeitraum erfolgt, und das öffentlich-rechtliche Fernsehen als die mit Abstand vertrauenswürdigste Quelle angesehen wird – auch von den Jüngeren. Die gestiegene Nutzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bezieht sich dabei vor allem auf die Informationsprogramme im Ersten, im ZDF und in den Dritten, aber auch auf Unterhaltungs- und fiktionale Angebote.

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