https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/titanic-app-kehrt-in-google-play-store-zurueck-17211081.html

Immerhin, der Konzern nimmt es mit Humor: Die „Sorrykatur“ des Zeichner Bulo. Bild: Bulo/Google LLC

„Titanic“ wieder im Play Store : Google sagt „Sorry“

  • Aktualisiert am

Wegen angeblicher Gotteslästerung hatte Google die App der Satirezeitschrift „Titanic“ gesperrt. Nun rudert der Konzern zurück, entschuldigt sich, und beweist dabei sogar Humor.

          1 Min.

          Die App der Satirezeitschrift „Titanic“ ist wieder im Google Play Store verfügbar. Man wolle sich bei der „Titanic“ und deren Lesern „aufrichtig dafür entschuldigen, dass die App zwischenzeitlich nicht verfügbar war. Auch wir finden: Humor und Satire dürfen nicht untergehen – schon gar nicht in Deutschland“, sagte der Sprecher von Google Germany, Alexander Bressel.

          Google hatte die App wegen dreier angeblich pornographischer oder gotteslästerlicher Titelblätter gesperrt. Dagegen hatte die Redaktion protestiert. Google revidiert sein Urteil und versieht dies mit einer „Sorrykatur“ des Zeichners Bulo: Zu sehen ist ein Unbekleideter, der sich eine „Titanic“ mit der Schlagzeile „Google zieht blank und sagt ,Sorry‘!“ vor die Scham hält.

          „Alle Titelbilder und Inhalte werden wie von uns verlangt wieder unzensiert angezeigt – wir vermuten, dass sich Google eine längere Sperre für ,Titanic' schlicht nicht mehr leisten konnte", sagte der Chefredakteur des Magazins, Moritz Hürtgen. „Dennoch werden wir Googles Aktivitäten weiterhin genau und kritisch beobachten.“

          Weitere Themen

          Wir sind keine Zeitgenossen!

          Theaterpremiere in Berlin : Wir sind keine Zeitgenossen!

          Rene Pollesch wirft einen wehmütigen Blick in den zerkratzten Garderobenspiegel der Volksbühne. Seine Inszenierung von „Und jetzt?“ hat alles, was Theater braucht: drei Schauspieler und eine Gewissheit.

          Topmeldungen

          Der Zweite Senat beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

          Coronafonds der EU : Karlsruhe muss die Demokratie schützen

          Der Europäische Gerichtshof feiert Jubiläum, aber das Bundesverfassungsgericht wird weiterhin dringend gebraucht. Denn Europa soll kein Staat werden.
          Karl Lauterbach (zweiter von links) präsentiert die Arbeitsergebnisse der Regierungskommission für Krankenhäuser.

          Pläne für Krankenhausreform : Karl Lauterbachs Klinikrevolte

          Eine Regierungskommission schlägt vor, Fallpauschalen zurückzufahren und lieber Vorhaltekosten zu übernehmen. Die Länder und die Selbstverwaltung wurden dazu nicht gefragt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.