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Tipps für die Quarantäne : Vom alten Hollywood zum besseren Selbst

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Wenn er das schon sagt: Die Statue von Freddy Mercury in schweizerischen Montreux hat jemand mit einem Mundschutz und der Aufforderung versehen, zuhause zu bleiben. Bild: EPA

In Quarantäne: Das wären noch ein paar weitere Tipps für nicht enden wollende Stunden in der coronabedingten Zwangsisolation. Wir haben jetzt ja Zeit zu vertreiben.

          7 Min.

          Hollywood hautnah

          Die wenigsten Menschen haben wohl Spaß daran, auf einem Transatlantikflug eine Dokumentation über den Malaysian-Airlines-Absturz über der Ukraine 2014 zu sehen. Das gilt vermutlich auch für Apokalypse-Schocker mit virusinfizierten Zombies in Zeiten der Covid-19-Pandemie: „Word War Z“ erscheint gerade viel zu lebensnah.

          Dann schon lieber in entfernte Welten abtauchen, fernab ansteigender Infektionskurven. Der Podcast „You Must Remember This“ eignet sich da vortrefflich, denn er entführt die Hörenden ins frühe Hollywood. Zu Jazz-Klängen wie aus einem Film-Noir-Klassiker erzählt die Filmjournalistin Karina Longworth vergessene Geschichten aus der Starfabrik, als der „Hays Code“ Filme in Prüderie erstickte, die Sex- und Drogeneskapaden der Stars aber umso ausschweifender waren. Etwa die der Schauspielerin Mae West, die den Satz „Is that a gun in your pocket, or are you just glad to see me“ 1933 in einem Film zu Cary Grant sagte – und ständig an der Zensur vorbeikam. Dass man beim Hören meint, einem würde der Geruch von Zigarren, Champagner und Zelluloid in die Nase steigen, ist schwer zu unterdrücken. (Emeli Glaser)

          Aufräumen wie ein Profi

          Der Kleiderschrank droht zu platzen, die Vorratsregale brechen unter der Last der Hamstereinkäufe fast zusammen, und das Kabelwirrwarr unter dem Schreibtisch erinnert an Medusas Haare. Fehlende Zeit, um solche Problemzonen anzugehen, kann in der Isolation nicht mehr die Ausrede sein. Passend zur Jahreszeit heißt es also ausmisten und aufräumen – und das am besten wie ein Profi: In der Netflix-Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“ erklärt uns die zierliche Japanerin ihre Methoden, die sie in ihren Bestsellern beschreibt.

          Nachdem man alle Kleidungsstücke auf einen Haufen geworfen hat, soll man jedes Teil einzeln betrachten und sich fragen, ob es noch Glücksgefühle erzeugt. Ist dies nicht der Fall, dankt man dem Kleidungsstück für seine Dienste und gibt es ab. Die verbleibenden Stücke kommen dann nicht einfach zurück in den Schrank: Kondo zeigt in der Serie Falt- und Einräumtechniken, die, so simpel sie oft erscheinen, Gold wert sind. Jede Kommode, jedes Regal und jeden Schrank kann sie so füllen, dass kein Teil in Vergessenheit gerät. Und in einem ordentlichen Zuhause lässt es sich doch gleich viel zufriedener ausharren. (Alice Kuropka)

          Im Gedankenfluss

          Einfach mal alle Reize von außen abschalten und mit sich selbst beschäftigen: Wem die Coronavirus-Krise oder der (eingebildete) Mangel an Toilettenpapier den letzten Nerv zu rauben droht, dem sei die Meditations-App „Headspace“ ans Herz gelegt, die jetzt auch auf Deutsch verfügbar ist.

          Schlicht tief ein- und ausatmen, den Körper nach inneren Befindlichkeiten „durchscannen“, den eigenen Gedanken beim Vorbeifließen zuschauen wie einer vielbefahrenen Straße – all dies lernt man hier unter sanfter Anleitung und in auch für Anfänger gut verdaulichen Einheiten von fünf bis zehn Minuten, die aufeinander aufbauen und nach jeweils zehn Einheiten in den nächsten Kursus münden.

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