https://www.faz.net/-gsb-9jkc0

Tatort-Sicherung : Schlafen Polizisten mit der Dienstwaffe unterm Kissen?

  • -Aktualisiert am

***

Frage 3: Pauline hat sich von der Psychologin Dr. von Jagow begleiten lassen, die selbst Transgender ist, aber das Gutachten für eine Geschlechtsangleichung nicht bekommen hat. Was machen Menschen, wenn dieses Gutachten negativ ausfällt?

Benimmt sich sonderbar vor Köhler und Wilke: Dr. von Jagow (Birge Schade)

Antwort von Katharina Hören:

Nachdem man für sich selbst festgestellt hat, dass man transident beziehungsweise transgender ist, begibt man sich normalerweise in einen psychologisch begleiteten Alltagstest, der in der Regel 12 Monate dauert. Während oder am Ende des Alltagstests erteilt der behandelnde Psychologe/die behandelnde Psychologin die Freigabe zur gegengeschlechtlichen Hormontherapie. Mindestens ein psychologisches Gutachten muss vorliegen, das die geschlechtsangleichende OP befürwortet. Ohne dieses Gutachten wird man keine geschlechtsangleichende OP, zumindest in Deutschland, bekommen.

In der Regel beantragen Trans*-Personen, sofern sie es denn möchten, auch die Vornamens- und Personenstandsänderung. Dieser Prozess ist vom medizinischen Bereich losgelöst. Allerdings werden für diese Änderungen zwei vom Gericht bestellte psychologische Gutachten erstellt. Beide Gutachten müssen positiv sein, damit die Vornamens- und Personenstandsänderung durchgeführt wird. Diese Gutachten kann man anschließend auch für die Genehmigung der geschlechtsangleichenden OP durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen benutzen.

Sie merken also wie wichtig die positiven Gutachten sind, um an das gewünschte Ziel zu kommen. Ohne ein solches Gutachten ist es unmöglich, in Deutschland eine geschlechtsangleichende OP durchführen zu lassen. Egal, ob Selbstzahler oder nicht. Wie es mit dunklen Kanälen oder illegal durchgeführte Operation aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

***

Frage 4: Angeblich hat Dr. von Jagows Sprechstundenhilfe „Amphetamine“ aus der Praxis mitgehen lassen. Haben Psychologen wirklich harte Drogen bei sich in der Praxis?

Umfrage

Wie fanden Sie den „Polizeiruf 110: Zehn Rosen“?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Antwort von Fredi Lang (Referatsleiter Fach- und Bildungspolitik beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.):

Nein, das ist Quatsch. Zum einen verschreiben weder Psychologinnen noch Psychotherapeutinnen Medikamente. Das dürfen sie rechtlich nicht. Zum anderen sind Amphetamine, im Sinne von harten Drogen, im Rahmen der Psychotherapie nicht verschreibungsfähig. Dazu kommt, dass mir auch keine Indikation und Wirksamkeitsbeleg im Bereich Psychotherapie bekannt ist. Mir fiele da zwar ADHS ein, bei dem Amphetaminderivate niedrig dosiert eingesetzt werden, das aber nicht in psychologischen oder psychotherapeutischen Praxen. Grundsätzlich gibt es aber Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, die in manchen Arztpraxen vorrätig sind, Methadon zum Beispiel oder Opiate. Aber die müssen dann speziell gesichert sein, also zum Beispiel in einem Tresor lagern. Aber bei Psychologinnen und Psychotherapeutinnen werden Sie so etwas nicht finden.

***

Wie fanden Sie den neuen „Polizeiruf 110“?

Weitere Themen

Ganz er selbst, auch schon in jungen Jahren

Neun Erzählungen Prousts : Ganz er selbst, auch schon in jungen Jahren

Ein Band bislang unveröffentlichter früher Texte zeigt, wie Marcel Proust denkt und sortiert, aussortiert, anders justiert – noch ohne konkretes Ziel. Von den allermeisten dieser Erzählungen war nicht einmal die Existenz bekannt.

Topmeldungen

Trump hat sich Erdogan gegenüber benommen wie ein hysterischer Liebhaber.

Trumps Syrien-Politik : Härte und Liebe

Trump hat eine Feuerpause für Syrien aushandeln lassen und feiert sich nun als Friedensstifter. Doch seine Siegerpose wirkt lächerlich. Erdogan hat von Amerika alles bekommen, was er wollte.
Bei der aktuellen Sonntagsfrage verliert die AfD an Zustimmung.

Sonntagsfrage : AfD fällt auf 13 Prozent

Die AfD fällt damit auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Die SPD hingegen kann leicht Boden gutmachen - und zieht mit 15 Prozent an der AfD vorbei.

„Super Saturday“ : Britische Regierung beantragt Brexit-Verschiebung

Das britische Parlament hat eine Entscheidung über den Brexit-Deal verschoben. Premierminister Boris Johnson kündigt an, er werde „weiterhin alles tun, damit wir am 31. Oktober die EU verlassen.“ Trotzdem muss er Brüssel um einen Aufschub bitten.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.