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Laokoon-Gruppe aus dem „Tatort: Schlangengrube“, dem erfolgreichsten des Jahres Bild: WDR/Thomas Kost

„Tatort“-Quoten 2018 : Nur keine Experimente

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Der „Tatort“ sinkt in der Zuschauergunst. Ungewöhnliche Folgen wie die von Dani Levy bieten da keine Abhilfe, und auch Til Schweiger rettet das Format nicht – am beliebtesten waren 2018 alte Bekannte.

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          Der ARD-„Tatort“ ist nach wie vor das beliebteste Fernsehformat in Deutschland, verliert aber seit Jahren auf hohem Niveau an Zuschauern. Das wird klar, wenn man auf die Durchschnittsquote schaut. Bei einer Erstausstrahlung eines „Tatort“-Krimis saßen im Jahr 2018 im Schnitt 8,65 Millionen Menschen vor dem Bildschirm. Die Durchschnittsquote war damit 2018 so niedrig wie seit 2011 nicht mehr. Das geht aus einer Auswertung der Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen in München hervor. Der durchschnittliche Marktanteil blieb mit 24,9 Prozent in etwa gleich (Vorjahr 25,0 Prozent bei im Schnitt 8,91 Millionen Zuschauern). 2016 schauten durchschnittlich 9,02 Millionen Zuschauer jede neue Folge der ARD-Reihe. 2015 waren es noch rund 9,5 Millionen.

          2018 schwankten die Quoten enorm. So hatten neun der 37 Krimis mehr als zehn Millionen Zuschauer – im Jahr 2017 hatten das nur fünf Filme (von damals 35). Jedoch hatten 2018 auch sechs Krimis unter sieben Millionen Zuschauern.

          Die geringste Zuschauerzahl hatte die Schweizer Folge „Die Musik stirbt zuletzt“ am 5. August – ein Krimi-Experiment, das ohne Schnitt gedreht worden war. Am zweitschlechtesten schnitt der 2016 im Kino gelaufene und nun mitten im Sommer – am 8. Juli – plazierte Krimi „Tschiller – Off Duty“ mit Til Schweiger ab, den nur 5,33 Millionen sahen. Auch gegen Jahresende fiel die Zuschauerzahl stark ab, die letzten drei Filme um Weihnachten und zwischen den Jahren (23.12., 26.12. und 30.12.) landeten alle unter sieben Millionen Zuschauern.

          In „Die Musik stirbt zuletzt“ ermitteln die Kommissare Flückiger (Stefan Gubser) und Ritschard (Delia Mayer) im Konzerthaus.

          Der letzte neue „Tatort“ des Jahres mit dem Titel „Friss oder stirb“ aus der Schweiz hatte am Sonntagabend (30.12.) im Schnitt 6,49 Millionen Zuschauer (19,3 Prozent Marktanteil).

          Am beliebtesten war wie gewohnt Münster. Der „Tatort: Schlangengrube“ mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl – der einzige Film mit dem Münster-Team in diesem Jahr – kam am 27. Mai auf 12,16 Millionen Zuschauer. Es folgten die Kölner Folge „Bausünden“ mit 11,5 Millionen Zuschauern am 21. Januar und der Dresdner Krimi „Déjà-vu“ mit 10,69 Millionen am 28. Januar.

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