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„Tatort“ verliert Zuschauer : Münster bleibt einsame Spitze

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Quotenkönige: Von Axel Prahl und Jan Josef Liefers (rechts) im „Tatort“ aus Münster können die Zuschauer nicht genug bekommen. Bild: WDR/Thomas Kost

Wenn Jan Josef Liefers und Axel Prahl im „Tatort“ ermitteln, sind fast fünfzehn Millionen Zuschauer dabei. Bei anderen Episoden sah das 2017 weniger beeindruckend aus. Der Weimar- „Tatort“ zu Weihnachten war ein echter Flop.

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          Im Schnitt haben in diesem Jahr 8,91 Millionen Menschen jede Erstausstrahlung der „Tatort“-Krimis gesehen. Die Durchschnittsquote war damit 2017 so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das geht aus einer Auswertung der Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen hervor, die auf Messungen der AGF in Zusammenarbeit mit der GfK beruht. Im Jahr 2016 schauten durchschnittlich 9,02 Millionen Zuschauer jede neue Folge der ARD-Krimireihe. 2015 waren es noch rund 9,5 Millionen. Im Jahr 2014 waren im Schnitt 9,56 Millionen dabei, 2013 waren es 9,39 Millionen. In den Jahren 2012 und 2011 waren es wie jetzt auch wieder im Schnitt weniger als neun Millionen (2012: 8,93; 2011: 8,46 Millionen).

          Der durchschnittliche Marktanteil stieg jedoch 2017 im Vergleich zum Jahr 2016 leicht – und zwar von 24,9 Prozent auf jetzt 25 Prozent. In diesem Jahr schwankten die Quoten deutlich. So hatten fünf der 35 Krimis mehr als zehn Millionen Zuschauer. Fünf Krimis hatten aber auch nur unter sieben Millionen Zuschauer. Unter den Krimis mit zweistelliger Millionenzahl bei den Zuschauern befand sich die beste Einschaltquote für einen „Tatort“ seit 25 Jahren: Der Münster-Krimi „Fangschuss“ mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers versammelte am 2. April im Schnitt 14,57 Millionen Zuschauer vor dem Schirm. Für den zweiten Münster-Fall des Jahres, „Gott ist auch nur ein Mensch“, am 19. November wurden dreizehn Millionen Zuschauer gemessen.

          Weitere Folgen mit mehr als zehn Millionen Zuschauern waren die Kölner Folgen „Tanzmariechen“ (10,74 Millionen) und „Nachbarn“ (11,16 Millionen) sowie die Folge „Der Fall Holdt“ mit Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm (10,28 Millionen). Die geringste Zuschauerzahl hatte der letzte „Tatort“ des Jahres, die Weimar-Folge am zweiten Weihnachtstag, mit dem Titel „Der wüste Gobi“: Im Schnitt waren nur 5,92 Millionen Zuschauer im Ersten dabei. Das war laut ARD die schlechteste Quote für einen neuen „Tatort“ im Ersten seit Sommer 2010.

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