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FAZ.NET-„Tatort“-Umfrage : Die Top Ten unserer Leser 2014

Reto Flückiger (Stefan Gubser, li.) misstraut IT-Fachmann Thomas Behrens (Alexander Beyer)

Es war sicher nicht der stärkste Fall aus Münster; die Sprüche waren zuweilen vorhersehbar. Aber man konnte in diesem „Tatort“ einiges über das Handwerk des Giftmischers lernen. Wer uns allerdings ein bisschen Sorge macht, ist Kommissar Thiel. Er wird langsam sonderlich und scheint sich mit seinem Single-Dasein schon abgefunden zu haben. Vielleicht kann man bei ihm in puncto Privatleben mal nachlegen in Münster.

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Katrin König (Anneke Kim Sarnau) muss wieder an Alexander Bukow (Charly Hübner) zweifeln

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Lächelnde Widersacher: Richard Harloff (Ulrich Matthes, links) und Felix Murot (Ulrich Tukur)

Der jüngste „Tatort“ aus München packte ein heißes Eisen an: Verleitet das Internet Teenager zur Prostitution? Leitmayr und Batic konnten über das Internet und seine vielen Knöpfe nur staunen, ihr Assistent Kalli Hammermann ist aber ziemlich auf Zack, er knackt sogar iPhones und kennt sich aus bei Friendbase (ARD-Schleichwerbungvermeidungs-Name für Facebook). München scheint für unsere Leser jedenfalls die Sonntagskrimi-Hauptstadt Deutschlands zu sein.

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Das war ein ganz leiser „Tatort“ aus der Hauptstadt, der ohne Brimborium einfach eine rätselhafte Geschichte erzählte. Interessante Parallele in der Spitzengruppe: Wie im Wiesbadener Murot-„Tatort“ war auch im letzten Berliner Fall mit Kommissar Stark manches übersinnlich. Wie es mit Stark weitergeht, blieb offen. Es war jedenfalls ein starker Abgang von Boris Aljinovic, der deutlich machte: So einfach wäre es gewesen, den Hautpstadt-„Tatort“ zu einem dauerhaften Hingucker zu machen.

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In sämtlichen „Tatort“-Beliebtheitsranglisten nahmen die Ermittler aus der Schweiz bisher traditionell den letzten Rang ein. Ob man sie synchronisierte oder nicht, immer wirkten ihre Fälle irgendwie falsch. Und nun dieses gute Ergebnis unter den FAZ.NET-Lesern. Mit Volksabstimmungen kennen sich die Schweizer eben aus. Jetzt muss man nur noch dauerhaft den Wählerwillen umsetzen. An Themen mangelt es in der Schweiz jedenfalls nicht.

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Das Ermittlerduo König und Bukow gilt seit langem als eines der besten im deutschen Fernsehen - auch wenn eine Profilerin in der Realität nie dauerhaft mit demselben Kommissar zusammenarbeiten würde. Dieser Fall hatte es mit einem Familienmord besonders in sich. Und Bukow ist endlich wieder in das alte Zwielicht getaucht.

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Ein Treffen mit Anneke Kim Sarnau

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So einfach ist es, den am meisten gelobten „Tatort“ des Jahres zu produzieren. Das Rezept ist geradezu klassisch: Das Sinfonieorchester des HR macht die Filmmusik, das Frankfurter Städel-Museum entfacht einen Bildersturm, mit Ulrich Matthes und Ulrich Tukur stellt man zwei Könner in eine immer überraschende, manchmal geradezu surrealistische Handlung. Tote gibt es überreichlich, doch zum Schluss stellen sich alle zum Gruppenfoto auf. Manche Motive liefen zwar ins Leere, einige Rätsel werden wohl nie gelöst werden, der Zuschauer- und Kritikerzuspruch aber war überragend. Unsere Prognose für 2015: Der Murot-Ismus wird in deutschen Krimis Schule machen. Der Kunstkrimi ist im Kommen.

Die erste Wiederholung von „Im Schmerz geboren“ gibt es schon an Neujahr um 21.45 Uhr im HR.

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Die Favoriten der Tatortsicherungs-Autoren

Marco Dettweiler:

1. „Der Wüstensohn“ aus München
2. „Vielleicht“ aus Berlin
3. „Im Schmerz geboren“ aus Wiesbaden

Achim Dreis:

1. „Im Schmerz geboren“ (Wiesbaden)
2.  „Vielleicht“ (Berlin)
3. „Mord ist die beste Medizin“ aus Münster

Uwe Ebbinghaus:

1. „Der Wüstensohn“ (München)
1. „Im Schmerz geboren“ (Wiesbaden)
3. „Familiensache“ aus Rostock

Oliver Georgi:

1. „Im Schmerz geboren“ (Wiesbaden)
2. „Paradies“ aus Österreich
3. „Vielleicht“ (Berlin)

Eva Heidenfelder:

1. „Im Schmerz geboren“ (Wiesbaden)
2. „Verfolgt“ aus der Schweiz
3. „Paradies“ (Österreich)

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