Tatort im Ersten : Diesen Kommissar rettet keine Nachhut
Als der Saarländische Rundfunk im Januar einen neuen „Tatort“ präsentierte, der sich für seine Region so gar nicht interessierte, konnte man das noch als Fehlstart verbuchen, die schwache Ensembleleistung abhaken und auf Tage hoffen, in denen sich Devid Striesow dank eines besseren Buches als Kommissar Stellbrink profilieren darf. Nun allerdings, mit dem zweiten Fall, wird die Akte Stellbrink für den Sender offenbar zu einem Problem. Denn „Eine Handvoll Paradies“, eine Geschichte aus dem Rockermilieu, ist derart müde und schlapp in der Figurenzeichnung, dass man vergeblich zu ergrübeln sucht, weshalb der Sender nur auf die Idee verfallen konnte, seinem zuletzt recht authentisch gewordenen Ermittlerduo Deiniger/Kappl einen Fußtritt zu verpassen.
