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Suzanne Scott bei Murdochs TV : Eine Frau für Fox News

Hat bei Fox News das Sagen: Suzanne Scott. Bild: Fox News

Lachlan Murdoch nennt ihre Berufung „historisch“, und mit Blick auf die von Belästigungsskandalen geprägte Vorgeschichte des Senders ist es das auch: Suzanne Scott führt künftig den konservativen Kanal Fox News an.

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          Der konservative amerikanische Nachrichtensender Fox News wird erstmals von einer Frau geführt. Die bisherige Programmdirektorin Suzanne Scott wurde zur Generaldirektorin des Senders und des Schwesterprogramms Fox Business News berufen, wie der Mutterkonzern 21st Century Fox mitteilte. Suzanne Scott arbeitet seit der Gründung 1996 für Fox News. Die Sender gehören zu dem neu formierten Unternehmen „New Fox“, das Lachlan Murdoch, der Sohn des Gründers Rupert Murdoch, leitet. Einen Großteil der ursprünglichen 21st Century Fox – vor allem deren Filmsparte –, hatte Ende des vergangenen Jahres der Disney-Konzern für 66 Milliarden Dollar übernommen.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Die Berufung Suzanne Scotts setzt insofern ein Zeichen, als Fox News zuletzt eine ganze Reihe von Belästigungsvorfällen zu bewältigen hatte. Der Gründer von Fox News, Roger Ailes, der im vergangenen Mai im Alter von 77 Jahren starb, hatte vor zwei Jahren seinen Posten aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung abgeben müssen. Aus demselben Grund musste der prominente Moderator Bill O’Reilly seinen Hut nehmen. Es war bekanntgeworden, dass er ehemaligen Mitarbeiterinnen, die ihm vorwarfen, sie belästigt zu haben, umgerechnet insgesamt rund 12,2 Millionen Euro zukommen ließ, damit sie ihre Beschuldigungen nicht öffentlich machten. Die bekannte Moderatorin Megyn Kelly war im Zuge des Skandals zum Konkurrenzsender NBC gewechselt. Erst vor ein paar Tagen hatte 21st Century Fox mit achtzehn ehemaligen und noch im Unternehmen aktiven Angestellten einen Vergleich geschlossen, die über sexuelle oder ethnische Diskriminierung geklagt hatten.

          Lachlan Murdoch hatte seinerzeit, als der Skandal seinen Höhepunkt erreichte, einen Kulturwechsel für Fox News angekündigt. Bei der Berufung Suzanne Scotts wurde all dies nun nicht mehr angesprochen. Gleichwohl sagte Murdoch junior, Suzanne Scotts Berufung sei „historisch“. Fox News ist in den Vereinigten Staaten für die Rechtskonservativen und insbesondere die Unterstützer Donald Trumps tonangebend. Der Sender hatte Trump eine dann von allen anderen Medien noch vergrößerte mediale Präsenz beschert, die er für seinen Wahlkampf brauchte.

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