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Medienbildung an Schulen : Bringt das den Lehrern bei!

Hierzulande kein alltäglicher Anblick: französische Grundschulkinder bei der Arbeit mit Computern Bild: Picture-Alliance

Zu alte Hard- und Software, zu schwache Internetzugänge: Neben technischen Problemen macht eine neue Studie zur schulischen Medienbildung vor allem ein Hemmnis aus – „IT-ferne“ Lehrer.

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          Informatik als Pflichtfach an allen weiterführenden Schulen – das hat gerade erst der Internet-Branchenverband Bitkom gefordert. Mit der Studie „Medienbildung an deutschen Schulen“ legt die Initiative D21 jetzt nach: Medienbildung müsse systematisch in die Lehr- und Bildungspläne aller Unterrichtsfächer integriert und ein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts werden, sagte Lena Sophie Müller, die Geschäftsführerin von D21.

          Medienpädagogik, heißt es in der Studie, müsse in allen Bundesländern als Pflichtfach und obligatorischer Prüfungsbestandteil der pädagogischen Ausbildung verankert werden. Es müssten verpflichtende Fortbildungen vorgesehen und spezifische Trainingsangebote für „IT-ferne“ Lehrer eingerichtet werden.

          Anders ist zeitgemäße Schulbildung nicht denkbar

          Bei den Lehrern verortet die Studie neben mangelhafter technischer Ausstattung – zu wenige und zu alte Computer und Software oder leistungsschwache Internetzugänge – ein zentrales Problem: Fast jeder dritte Lehrer, der älter ist als 45 Jahre, stufe die eigenen IT-Fähigkeiten kritisch ein. Angesichts der herrschenden Altersstruktur der Lehrerschaft sei das ein wesentliches Hemmnis für eine bessere Medienbildung.

          Die Empfehlungen der D21, einem Zusammenschluss von Managern der IT-Wirtschaft und Politikern, richten sich an die Kultusministerkonferenz, die das nächste Mal am 11. Dezember in Bonn zusammenkommt. Dort ist man mit dem Thema schon befasst: Vor zwei Jahren hatte die Kultusministerkonferenz festgeschrieben, zeitgemäße Bildung in der Schule sei nicht ohne Medienbildung denkbar. An diesem Donnerstag betonte die KMK-Präsidentin und nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann abermals, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik seien für die Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von großer Bedeutung.

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