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Studie der Uni Mainz : Berichten Medien zu negativ über Flucht und Migration?

Eine Helferin der spanischen NGO Open Arms verteilt im Februar Schwimmwesten an Flüchtlinge in einem Schlauchboot. Ist das negative Berichterstattung? Bild: dpa

Menschen in Not oder Sicherheitsrisiko: Zwischen diesen Extremen sollen Berichte über Flüchtlinge schwanken. „Redaktionelle Linien“ seien schuld daran, stellt eine Studie der Uni Mainz fest.

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          Eine Studie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz stellt fest, „die“ Medien berichteten immer seltener und immer negativer über Flucht und Migration. Für die Studie wurden von Februar 2016 bis Dezember 2020 Berichte der F.A.Z, von SZ und Bild, sowie der heute-Nachrichten im ZDF, die ARD-Tagesschau und RTL Aktuell untersucht.

          Anna Schiller
          Volontärin.

          Acht studentische Hilfskräfte erfassten das „Vorkommen von Themen, Akteurinnen und Akteuren, Personenmerkmalen oder anderen Textinhalten“ und maßen die „Bewertung von Personen und Institutionen oder die Darstellung der Zuwanderung als Chance oder Gefahr“. Studienleiter Marcus Maurer hält den untersuchten Medien eine „inkonsistente Berichterstattung“ vor.

          Flüchtlinge würden als Menschen in Not charakterisiert, aber auch als Sicherheitsrisiko dargestellt. Das liege an „redaktionellen Linien“ und journalistischen Auswahlkriterien. Er kritisierte, dass Medien stark von der aktuellen Ereignislage beeinflusst seien.

          Jeder zehnte Beitrag habe sich mit Terrorismus oder Kriminalität beschäftigt. Auf Bildern erschienen überproportional häufig männliche Flüchtlinge. Anna Dieterle von der Mercator Stiftung, welche die Studie gefördert hat, meinte, dies werfe die Frage auf: „Sollten Medien anders berichten, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden?“ Eine ähnliche Studie des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung hatte den Medien vor zwei Jahren noch „moralisierenden Belehrungsjournalismus“ unterstellt.

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