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Burda-Konferenz DLD : Vom „Stern“ in die Digitalgalaxis

Dominik Wichmann, hier noch bei seinem vorigen Arbeitgeber, dem Magazin „Stern“. Bild: dpa

Dominik Wichmann war Chefredakteur des „Stern“. Nun geht er zu Burda. Was macht er da? „Bunte“ oder „Focus“ übernimmt er nicht. Er kümmert sich vielmehr um die digitale Revolution.

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          Näher gekommen waren sich der ehemalige Chefredakteur des „Stern“ und die Münchener Digitalkonferenz DLD schon im Januar. Damals sahen Besucher den Journalisten Dominik Wichmann durch die Räume und Gänge der vom Burda-Verlag organisierten Konferenz schlendern. Zudem verhandelte der 43 Jahre alte Wichmann mit dem Gastgeber und Verleger Hubert Burda auf der Bühne den Stand der digitalen Revolution.

          Aus der Annäherung ist nun mehr geworden. Wie Burda am Mittwoch mitteilte, wird Wichmann von September an bei der DLD GmbH als zusätzlicher Geschäftsführer neben Steffi Czerny sowie als Chefredakteur arbeiten. Steffi Czerny werde sich künftig hauptsächlich darum kümmern, die Konferenzreihe auszubauen und Kontakte zu pflegen. Unter der Marke DLD finden mehrere Einzelveranstaltung statt, darunter zuletzt eine Anfang Mai in New York. Die nächste Konferenz namens „DLD Summer“ beginnt am Montag in München.

          Wichmann soll die Marke zu einer „ganzjährig bespielten Medienplattform“ ausbauen. Er soll Themen wie Digitalisierung, Technik und Innovation journalistisch aufbereiten. Schon jetzt bietet die Internetseite der Konferenz nicht nur Ankündigungen. Zu finden sind Videos von vergangenen Konferenzen oder ausführliche Informationen zu den eingeladenen Sprechern. Bisher erstellen und pflegen die zehn festangestellten Mitarbeiter der DLD diese Inhalte. Ob die von Wichmann geleitete Inhaltsoffensive auch mit der Einstellung von Redakteuren verbunden ist, stehe noch nicht fest, sagte eine Burda-Sprecherin auf Anfrage.

          Wichmann ist bislang vor allem als Vertreter des klassischen Printjournalismus bekannt. Vom Sommer 2011 bis Herbst vergangenen Jahres war er Chefredakteur des „Stern“, der im Verlag Gruner + Jahr erscheint. Die Trennung kam überraschend, zumal die Gruner + Jahr-Vorstandsvorsitzende Julia Jäkel in der Abschiedspressemitteilung Wichmann noch einmal in den höchsten Tönen lobte. Seine Karriere hatte Wichmann 1999 als Redakteur beim Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ in München begonnen. Ein Jahr später wurde er Chefredakteur und blieb es bis 2011.

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