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Stefan Aust, Mai 2021 im Hauptstadtbüro der F.A.Z Bild: Andreas Pein

Interview mit Stefan Aust : Früher mal gegen Springer

Stefan Aust, Autor des „Baader-Meinhof-Komplex“, früher Chefredakteur des Spiegel, heute Herausgeber der Zeitung Die Welt, hat seine Memoiren geschrieben. Ein Gespräch über Recherche, Relotius, Aktivismus und ihn selbst.

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          Stefan Aust hat die Geschichten seines Lebens aufgeschrieben: von der Kindheit in Stade an der Elbe über die Anfänge als Journalist bei konkret und den St. Pauli-Nachrichten bis zu den Fernsehjahren, erst beim NDR, später dann bei Spiegel TV. Von dort führte ihn der Weg in die Chefredaktion des Spiegels, den er von 1994 bis 2008 leitete. Heute ist Aust Herausgeber der Welt aus dem Springer Verlag, gegen den er nach den Schüssen auf Rudi Dutschke im April 1968 noch demonstriert hatte, Seite an Seite mit Ulrike Meinhof. Wie aus der Kolumnistin bei konkret eine Terroristin wurde, konnte Aust fast aus nächster Nähe beobachten – und hat später in einer dramatischen Aktion Meinhofs Zwillingstöchter zurück zum Vater nach Deutschland geholt. Auch diese Geschichte erzählt Aust in seiner Autobiographie, die jetzt, kurz vor seinem 75. Geburtstag, erscheint: siebenhundert Seiten über die Recherchen seines Lebens, RAF und NSU, das Bernsteinzimmer und Barschel. „Ich bin überdurchschnittlich durchschnittlich“, sagt Aust über sich selbst, und aus diesem Satz Bescheidenheit herauszuhören würde Aust wohl nicht gerecht.

          Julia Encke
          Verantwortliche Redakteurin für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
          Tobias Rüther
          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Es gibt Momente in Ihrem Leben, bei denen man denkt: Hat der einfach Glück gehabt, oder ist das Schicksal? Wie sehen Sie selber darauf zurück?

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