Berichte über Flüchtlingsdrama :
„Spiegel“ zieht Artikel zu angeblich getötetem Mädchen Maria zurück

Lesezeit: 3 Min.
Screenshot aus einem Film des britischen Channel 4 über die Flüchtlinge auf der kleinen Evros-Insel, der dieselbe Version der Geschichte des angeblich toten Mädchens Maria wie der „Spiegel“ verbreitete. Das Magazin rückt von der Darstellung nun ab.
In mehreren Artikeln berichtete der „Spiegel“ im Sommer, an der griechischen Grenze sei das syrische Flüchtlingsmädchen „Maria“ gestorben. An der Story gab es massive Zweifel. Die bestätigt das Magazin nun selbst.

Der „Spiegel“ hat seine Berichterstattung aus dem vergangenen Sommer über den Verbleib einer syrischen Flüchtlingsgruppe an der griechisch-türkischen Grenze und insbesondere über den angeblichen Tod eines Mädchens mit dem Namen „Maria“ untersucht. Das Magazin hatte in mehreren Beiträgen geschrieben, das Mädchen sei an einem Skorpionstich gestorben, die griechischen Behörden seien den Flüchtlingen nicht zur Hilfe geeilt. An der Darstellung kamen Zweifel auf, Recherchen anderer Journalisten, dokumentiert auch in der F.A.Z., warfen die Frage auf, ob die Geschichte des toten Mädchens nicht erfunden worden sei, um die dramatische Lage der Gruppe zu unterstreichen. Darauf deutete einiges hin und zu diesem Schluss kommt nun auch der „Spiegel“.

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