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„Spiegel“ : Klaus Brinkbäumer bleibt Chef

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Der neue Chefredakteur des „Spiegel“: Klaus Brinkbäumer Bild: dpa

Aus der Übergangslösung wird eine feste Größe: Von heute an ist Klaus Brinkbäumer offiziell Chefredakteur des „Spiegel“. „Spiegel online“ wird künftig von Florian Harms geführt.

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          Jetzt ist es offiziell: Klaus Brinkbäumer, der zunächst interimistisch die Nachfolge von Wolfgang Büchner übernommen hatte, ist „ab sofort“ Chefredakteur des „Spiegel“. Florian Harms führt als Chefredakteur die Redaktion von „Spiegel Online“. Als dessen Herausgeber fungiert Brinkbäumer obendrein.

          Büchners Amtszeit endete offiziell am 31. Dezember. Er hatte seinen Job jedoch schon drei Wochen zuvor verloren. Büchner war für „Spiegel“ und „Spiegel Online“ verantwortlich gewesen, jedoch an einem Aufstand der Print-Redakteure gescheitert, die mit großer Mehrheit gegen die Art und Weise votierten, in der er den Plan für einen digitalen „Spiegel 2.0“ und die Verschränkung der Redaktionen umsetzen wollte.

          Insbesondere die Ressortchefs des Magazins hatten sich Büchner widersetzt. Die Redaktion von „Spiegel Online“ hatte Büchner derweil unterstützt und sich erst zum Schluss der in der Öffentlichkeit ausgetragenen Schlammschlacht zu Wort gemeldet.

          Der Streit riss tiefe Gräben zwischen den Redaktionen des Magazins und des Online-Auftritts auf, die Brinkbäumer und Harms nun erst einmal überwinden müssen. Den Verlag verlassen wird auch der Geschäftsführer Ove Saffe, der Büchners Kurs bis zuletzt mitgetragen hatte. Dem Vernehmen nach soll Saffe solange bleiben, bis ein Nachfolger für ihn gefunden ist. Das soll spätestens im Sommer der Fall sein.

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