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Spekulation bestätigt : Wolfgang Büchner wird „Spiegel“-Chefredakteur

  • Aktualisiert am

Seit Anfang 2010 bei der dpa, demnächst beim Spiegel: Wolfgang Büchner Bild: dpa

Von der Presseagentur zum Nachrichtenmagazin: Wolfgang Büchner, der zuletzt die dpa leitete, wird Chefredakteur des „Spiegel“. Das bestätigte das Magazin an diesem Montag.

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          Wolfgang Büchner (46) wird neuer Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und von „Spiegel Online“. Das teilte „Der Spiegel“ an diesem Montag in Hamburg mit. Büchner ist seit Anfang 2010 Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur.

          Nachdem er als Korrespondent für die Agenturen Reuters und AP gearbeitete und als Chef vom Dienst die „Financial Times Deutschland mit aufgebaut hatte, kam Büchner 2001 als Geschäftsführender Redakteur zu „Spiegel online“. Im Januar 2003 wurde er gemeinsam mit Rüdiger Ditz Stellvertreter von „Spiegel online“-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron, und im Mai 2008 übernahm er - wieder gemeinsam mit Ditz - die Chefredaktion, nachdem Blumencron gemeinsam mit Georg Mascolo die Gesamtleitung des „Spiegels“ übernommen hatte.

          Alle Voraussetzungen

          Im März 2009 wurde Büchner vom Aufsichtsrat der dpa, der größten deutschen Nachrichtenagentur, zum neuen Chefredakteur ernannt. Zunächst von Juli 2009 an stellvertretender Chefredakteur, folgte Büchner Wilm Herlyn, der 19 Jahre lang die redaktionelle Gesamtverantwortung innehatte, zum Jahresanfang 2010.

          „Spiegel“-Geschäftsführer Ove Saffe sagte laut Mitteilung: „Er bringt alle Voraussetzungen mit, die beiden Redaktionen des Nachrichten-Magazins 'Der Spiegel' und der Nachrichten-Website 'Spiegel Online' erstmals gemeinsam zu führen und damit die publizistische Zukunft der Medienmarke 'Spiegel' erfolgreich zu gestalten.“

          Er geht seinen Weg konsequent

          Die dpa gratulierte Büchner zu seiner neuen Aufgabe. „Als Chefredakteur hat Wolfgang Büchner wesentliche Impulse für die konzeptionelle und organisatorische Weiterentwicklung der dpa-Redaktion gegeben“, sagte Karlheinz Röthemeier, der Vorsitzende des dpa-Aufsichtsrates in einer Mitteilung. „Wir haben ihn als kreativen Kopf und erfolgreichen Redaktionsmanager erlebt, der konsequent seinen Weg gegangen ist. Der dpa-Aufsichtsrat dankt Wolfgang Büchner sehr für sein großes Engagement zum Wohle des Unternehmens in den vergangenen Jahren.“

          Am 9. April war die bisherige „Spiegel“-Doppelspitze von Print-Chef Georg Mascolo und Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron abgesetzt worden. Die Trennung erfolgte aufgrund „unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung“. Bis zu Büchners Start beim „Spiegel“ wird die Redaktion des Magazins von den beiden stellvertretenden Chefredakteuren, Klaus Brinkbäumer und Martin Doerry geführt. Rüdiger Ditz, Chefredakteur von „Spiegel Online“, verantwortet das Nachrichtenangebot im Internet.

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