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Skandal um Rundfunk-Patente : Wenn die Millionen verschwinden

Das Institut für Rundfunktechnik in München Bild: IRT

Das Institut für Rundfunktechnik sieht sich im Streit um Riesengewinne aus Patenten als Opfer. Dokumente zeigen aber: Man hätte Bescheid wissen müssen.

          5 Min.

          Am 25. April 2006 nimmt Carsten Schramm den Stift zur Hand. Er notiert hastig etwas von Erträgen aus MP3-Gebühren, die gewaltig steigen werden. Die Notiz, deren Existenz und Inhalt aus Dokumenten hervorgeht, die dieser Zeitung vorliegen, ist eines von vielen Indizien, die darauf hindeuten, dass die Geschichte des Zweihundert-Millionen-Euro-Skandals des Instituts für Rundfunktechnik in München noch längst nicht ganz erzählt ist. Es bleibt eine Reihe offener Fragen, denen der Bayerische Rundfunk jedoch bis heute ausweicht.

          Axel Weidemann

          Redakteur im Feuilleton.

          Carsten Schramm ist Prokurist dieses Instituts IRT, jener gemeinsamen Forschungsstelle, die von öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland, Österreich und der Schweiz getragen wird. Ihrem Selbstverständnis nach ist es ihre vornehmlichste Aufgabe, mit aus Rundfunkgebühren stammenden Mitteln zu forschen, um in „ökonomischer effizienter Weise brauchbare Rundfunkprogramme“ zu ermöglichen. So soll es im Frühsommer 2017 zumindest der ehemalige IRT-Geschäftsführer Henning Wilkens vor Gericht formuliert haben, in einem Prozess, in dem einem ehemaligen Patentanwalt und Berater des IRT vorgeworfen wurde, bestochen, getäuscht, verheimlicht und das IRT um einen dreistelligen Millionenbetrag betrogen zu haben.

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