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Sexuelle Belästigung beim WDR : Zweiter Mitarbeiter nach Vorwürfen freigestellt

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Erst vor wenigen Wochen wurde ein ehemaliger ARD-Auslandskorrespondent wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung vom WDR freigestellt - jetzt gibt es einen zweiten Fall. Bild: dpa

Ein weiterer Angestellter des WDR steht unter Verdacht, Frauen sexuell belästigt zu haben. Der Sender bestätigt die Freistellung des Mitarbeiters.

          Die Unruhe um den Kölner Sender lässt angesichts mehrerer Vorwürfe sexueller Belästigung nicht nach: Inzwischen hat der WRD einen weiteren Mitarbeiter freigestellt. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte sich der Sender nicht.

          Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die am Sonntag getroffene Entscheidung berichtet. Eine Sprecherin sagte der Deutschen Presseagentur auf Anfrage, es handele sich um einen „hochrangigen“ Angestellten, machte jedoch keine weiteren Angaben zur Person. Erst vor wenigen Wochen war ein ehemaliger ARD-Auslandskorrespondent wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung bis auf weiteres freigestellt worden.

          Mitte April hatte die WDR-Geschäftsleitung ein Maßnahmenpaket zum Umgang mit den Vorfällen beschlossen und eine externe Ombudsstelle angekündigt, an die sich Betroffene wenden können. Bei der Aufklärung der Vorwürfe hilft die frühere Gewerkschafterin und Monika Wulf-Mathies. Sie solle in „völliger Unabhängigkeit“ prüfen, wie der Kölner Sender mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen sei, meldete der Sender vergangene Woche. Wulf-Mathies setzt sich für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeder Form von Belästigung ein.

          Anfang April hatten der „Stern“ und das Recherchebüro „Correctiv“ Berichte veröffentlicht, in denen ein Korrespondent des WDR sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde. Bereits im Jahr 1991 hatte sich eine Praktikantin deswegen über ihn beschwert, der Vorfall war damals mit einem Eintrag in die Personalakte des Mitarbeiters geahndet worden. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe im April wurde der Mitarbeiter vom Dienst freigestellt. Mitte April machten „Stern“ und „Correctiv“ einen weiteren Fall öffentlich, abermals ging es um einen WDR-Mitarbeiter, gegen den Beschwerden von mehreren Kolleginnen vorliegen.

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