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Serie „House of the Dragon“ : Eine schrecklich nette Familie von Brandstiftern

Ringen um den eisernen Thron: Paddy Considine und Milly Alcock in „House of the Dragon“ Bild: Sky/HBO

Wie ein „Weihnachtsabend in Italien“: Eindrücke von der Premiere der neuen Serie aus dem Universum von George R.R. Martin, „House of the Dragon“. Kann sie den Kult um „Game of Thrones“ weiter steigern?

          6 Min.

          London im Spätsommer, das lässt selbst Londoner nicht kalt. Wenige Zentimeter oberhalb des Pflasters steht die Luft. Hitzewirbel lesen trockene Blätter und den Geruch von Urin vom Boden auf. Menschen aus dem Königreich und darüber hinaus bevölkern die Straßen und suchen Zerstreuung, Abkühlung oder „ein paar Pfund, damit ich mich besaufen kann – hey, immerhin bin ich ehrlich“. Mit ein wenig Phantasie, die vor allem die englischen Polizeisirenen ausblenden muss, versetzt man sich vom Sitz der Königin an der Themse nach King’s Landing am Blackwater Rush, der Hauptstadt des Königreichs Westeros, in dem George R. R. Martins Epos „A Song of Ice and Fire“ angesiedelt ist.

          Axel Weidemann
          Redakteur im Feuilleton.

          Der amerikanische Bezahlsender HBO schuf daraus von 2011 an acht Staffeln der Serie, die nach dem ersten von bisher fünf erschienenen Bänden benannt ist: „(A) Game of Thrones“. Sie handelt vom Kampf verschiedener Adelshäuser in Westeros um den eisernen Thron und davon, wie eine junge mittellose Frau sich anschickt, qua königlicher Abstammung ebenjenen einst aus den Schwertern bezwungener Feinde in Drachenfeuer geschmiedeten Thron für sich zu beanspruchen – nur um sich schließlich einer noch größeren Bedrohung gegenüberzusehen als der menschlichen Machtgier: einer Art Zombie-Winter.

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