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Ken Kercheval : Cliff Barnes aus „Dallas“ ist tot

  • Aktualisiert am

Ken Kercheval mit „Dallas“-Ko-Star Victoria Principal im Jahr 1986 Bild: dpa

Der ewige Gegenspieler von J.R. Ewing ist tot: „Cliff Barnes“-Darsteller Ken Kercheval starb mit 83 Jahren. Eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten wäre ohne seine Rolle nicht denkbar gewesen.

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          Mit Ken Kercheval, bekannt als Cliff Barnes, ist ein weiterer Star der amerikanischen Kult-Fernsehserie „Dallas“ gestorben. Der Tod des 83 Jahre alten Schauspielers wurde am Mittwoch bekannt. „Ken starb am Ostersonntagabend in seiner Heimatstadt Clinton in Indiana“, teilte sein Manager Jeff Fisher mit. Ein Begräbnis im Familienkreis sei geplant. Zur Todesursache machte Fisher keine Angaben.

          Berühmt wurde Kercheval durch seine Rolle als Öl-Tycoon Cliff Barnes, der ewig unterlegene Gegenspieler von J.R. Ewing (Larry Hagman), aus der in den 1980er Jahren produzierten Hit-Serie „Dallas“. Hagman starb 2012 im Alter von 81 Jahren an Krebs. Ihre Kollegin Barbara Bel Geddes, die als Miss Ellie die gutmütige Mutter von Fiesling J.R. mimte, war 2005 einem Krebsleiden erlegen.

          Kollegen nehmen Abschied

          „Dallas“-Schauspielerin Victoria Principal (69) würdigte Kercheval am Mittwoch als „enorm talentierten“ Kollegen mit schlauem Humor. „Ich hoffe, du, Larry und Barbara schmeißt eine himmlische Party im Texas-Stil! Ruhe in Frieden, lieber Bruder“, schrieb Principal auf Instagram. In der TV-Serie spielte sie Pamela Barnes, die Halbschwester von Kerchevals Figur Cliff Barnes.

          „Du wirst immer in meinem Herzen sein“, schrieb Schauspielerin Audrey Landers (62) auf Instagram zu einer „Dallas“-Szene, in der sie als Barnes’ Freundin Afton Cooper Abschied nimmt. Sie dankte Kercheval, dass er mit „Dallas“ Geschichte geschrieben habe.

          Von 1978 bis 1991

          In der Rolle als Ölbaron Barnes hatte er mehr Feinde als Freunde. Mit dem Ewing-Clan lag er stets im Clinch, seinem skrupellosen Erzfeind J.R. stand er an Kampfeslust kaum nach.

          In Amerika lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen ununterbrochen von 1978 bis 1991. Die 356 Folgen wurden in 67 Sprachen übersetzt und in 90 Ländern ausgestrahlt – so viel wie keine andere amerikanische Serie. Kercheval und Hagman waren als einzige in allen Staffeln dabei. Auch in der späteren Serien-Fortsetzung von 2012 bis 2014 war Kercheval zu sehen.

          Der 1935 geborene Kercheval war in Indiana aufgewachsen. Seine Schauspielkarriere begann in den 1960er Jahren am Broadway. Er wirkte in Kino-Filmen wie „The Seven-Ups“ und an der Seite von Sylvester Stallone in „F.I.S.T. - Ein Mann geht seinen Weg“ mit.

          Kercheval hatte lange unter Alkoholproblemen gelitten und war auch Raucher. Wegen Lungenkrebs musste ihm 1994 ein Teil des Organs entnommen werden.

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