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Schädliche Links : Justin Biebers Twitter-Profil gekapert

Auch ein Smartphone-Phänomen: Justin Bieber Bild: dpa

Über sein Twitter-Profil erreicht Justin Bieber über fünfzig Millionen Neugierige. Das haben sich Unbekannte zunutze gemacht, um im Namen des kanadischen Popstars Links auf Schadsoftware zu verbreiten.

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          Justin Bieber hat es nicht leicht in diesen Tagen. In Toronto muss er sich vor Gericht verantworten, weil er Ende Dezember einen Chauffeur geschlagen haben soll. In Miami behauptet ein Fotograf, der zwanzig Jahre alte Sänger hätte seine Leibwächter auf ihn gehetzt. Außerdem war er in der Stadt der Polizei zufolge im Januar ohne Führerschein, dafür mit Alkohol und Rauschgift im Blut mit einem Lamborghini gestoppt worden.

          Am Wochenende nun haben sich Unbekannte des Twitter-Profils von Justin Bieber bemächtigt. Es dauerte zwar nur eine Viertelstunde, bis der Angriff entdeckt und die Kurznachrichten, die am Samstag zur besten Sendezeit an seine über fünfzig Millionen Follower geschickt wurden, wieder gelöscht waren. Allerdings wurden die Tweets tausendfach favorisiert und weiterverbreitet, bevor der Sänger oder das Twitter-Team in seinem Namen verkünden konnte, alles sei wieder gut, die Sache erledigt.

          Die Tweets, die zuvor in seinem Namen verschickt worden waren, fragten auf Indonesisch, ob Bieber missmutig sei, gefolgt von einem Link, der auf eine dubiose App für das Smartphone-Betriebssystem Android führte. „Dieser Link vorhin. Klickt ihn nicht. Virus. Ich lösche das jetzt. Lasst es alle wissen. Danke“, war der erste Tweet, als der Sänger oder sein Twitter-Team das Konto wieder unter Kontrolle gebracht hatten. 

          Zum Glück

          Im März 2012 hatte Bieber schon einmal die Kontrolle über sein Twitter-Konto verloren. Doch im Vergleich wirken die Anzüglichkeiten, die damals getwittert worden waren, wie ein Streich. Jetzt haben die Angreifer sich die Neugier treugläubiger Follower des Sängers zunutze gemacht, um ihre Smartphones zu infizieren. Man kann von Glück sagen, dass sie sich in ihren Tweets nicht auch noch der englischen Sprache bedient haben.

          Auch Justin Bieber hat wahrlich keinen Grund, missmutig zu sein: Seine Fans haben die Angelegenheit mit Humor genommen. Statt ihm die Twitter-Gefolgschaft aufzukündigen, reißen sie im Kurznachrichtendienst unter dem Hashtag #JustinsPasswordIsProbably Witze darüber, wie man sich selbst Zugang zu Biebers Konto verschaffen könnte.

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