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Droht ein neuer Rechtsstreit? : „Titanic“ titelt mit Erdogan-Penis

  • Aktualisiert am

Scheut keine Prozesse: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Bild: AFP

Das Satiremagazin „Titanic“ provoziert mit einer Abbildung des türkischen Staatspräsidenten. Dieser könnte nun analog zum Fall Böhmermann juristisch dagegen vorgehen.

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          Das Satiremagazin „Titanic“ provoziert in seiner neuen Ausgabe mit einem Titelblatt, das den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit heraushängendem Glied zeigt. Daneben titelt es: „Erdogan im Streß: Jetzt putscht auch noch sein Penis“. Damit könnte dem Magazin ein ähnlicher Rechtsstreit wie dem Satiriker Jan Böhmermann drohen, falls sich Erdogan in ähnlicher Form von der Darstellung angegriffen fühlen sollte.

          Böhmermann hatte Ende März in seiner ZDF-Sendung „Neo Magazin Royale“ ein Schmähgedicht vorgetragen, gegen das Erdogan Mitte Mai vor dem Landgericht Hamburg in Teilen eine einstweilige Verfügung erstritten hat. Außerdem ist bei der Staatsanwaltschaft Mainz ein Ermittlungsverfahren gegen Böhmermann wegen des Verdachts auf Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts anhängig (Paragraph 103 StGB). Zuvor hatte die Bundesregierung der türkischen Regierung die Ermächtigung für ein Verlangen zur Strafverfolgung erteilt. Beide Verfahren dauern derzeit noch an. Eine zügige Abschaffung des Paragraphen 103, der nach Ansicht vieler Kritiker veraltet ist, scheiterte im Mai nach einer Abstimmung im Bundesrat.

          Das neue „Titanic“-Titelblatt ähnelt einem Bild aus dem Jahr 2012, als das Magazin den damaligen Papst Benedikt XVI. mit einem Fleck auf seiner Soutane zeigte. Darunter hatte in großen Lettern gestanden: „Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!“ Anfängliche Versuche, gegen das Heft juristisch vorzugehen, hatte der Papst damals jedoch eingestellt.

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