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Neue Produktionen : RTL setzt auf Stefan Raab, Boris Becker und Michael Wendler

Stefan Raab Bild: dpa

Zum ersten Mal wird Stefan Raab eine Sendung für RTL produzieren. Früher machte er sich bei Pro Sieben immer wieder über die Konkurrenz lustig. Jetzt sagt er: „Meckern nützt nichts, ich muss persönlich helfen.“

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          Jahrzehntelang war Stefan Raab das bekannteste Gesicht der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 und arbeitete sich dabei auch gern mal an der Konkurrenz ab. Jetzt wird der ehemalige Moderator und heutige Produzent das erste Mal für RTL arbeiten: Noch in diesem Jahr werde Raab eine Late-Night-Show für den RTL-Streamingdienst TV-Now produzieren, teilte der Sender mit.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Er meckere seit zwanzig Jahren über das Programm der Konkurrenz, sagt Raab laut Mitteilung zu der Zusammenarbeit. „Jetzt habe ich festgestellt: meckern nützt nichts, ich muss persönlich helfen.“ Raab habe angedroht, all das umsetzen, was ihm an Ideen in den Kopf kommt, sagt TV-Now-Chef Henning Tewes. Er biete „ihm nur zu gerne den Spielplatz, auf dem er sich richtig austoben kann.“ 

          Raab wird die Sendung laut Mitteilung allerdings nicht selbst moderieren, sondern „hinter den Kulissen verantworten“. „Die Moderation gibt er in andere überraschende Hände“, heißt es nur ominös.

          Die Kooperation mit Raab ist Teil einer Investitionsoffensive in die Streamingplattform. „TV Now ist ein strategisches Wachstums-Projekt. Das Angebot unseres Streamingservice werden wir massiv ausbauen“, sagte der RTL-Geschäftsführer für Inhalte & Marken Stephan Schäfer.

          Im Sender RTL wird die Mediengruppe zudem einen Spielfilm über einen weiteren alten Bekannten der deutschen Medienlandschaft „Boris Becker: Sein Weg nach Wimbledon“ zeigen. Auch eine Live-Übertragung der Trauung von Schlagerstar Michael Wendler und seiner Freundin Laura im Herbst ist geplant, sofern die Pandemie es zulässt.

          Die Mediengruppe ist Teil der in Luxemburg ansässigen RTL-Group, die zum Bertelsmann-Konzern gehört. Sie betreibt neben dem Streamingdienst TV-Now acht Free-TV-Sender.

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