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RTL muss Strafe zahlen : Bohlens Sprüche

Das ging zu weit: Die Jury-Mitglieder von „Deutschland sucht den Superstar” Dieter Bohlen udn Anja Lukaseder Bild: picture-alliance/ dpa

Dieter Bohlens Sprüche in der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ sind von der derberen Sorte. Dafür muss der Sender RTL jetzt 100.000 Euro Bußgeld zahlen, nach einem Beschluss der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten.

          Der Sender RTL muss unter anderem wegen der herben Sprüche von Dieter Bohlen in der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ 100.000 Euro Bußgeld zahlen. Das beschloss die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten. Die Strafe war schon im Februar verkündet worden, nun wurde sie nach einer Anhörung des Senders bestätigt. „Beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhalten werden in dem TV-Format als Normalität dargestellt“, sagte der Vorsitzende der Jugendschutzkommission, Wolf-Dieter Ring. „So werden Verhaltensmodelle vorgeführt, die Erziehungszielen wie Toleranz und Respekt widersprechen. Das kann vor allem auf Kinder unter zwölf Jahren desorientierend wirken.“

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Die Medienschützer kritisieren insbesondere die Behandlung der Bewerber durch die Mitglieder der Jury. Betroffen seien vier Casting-Sendungen von „Deutschland sucht den Superstar“, die im Tagesprogramm von RTL liefen, zwei weitere wurden zwar beanstandet, aber aus dem Ordnungswidrigkeitsverfahren genommen, weil RTL, wie es heißt, „Einsicht“ gezeigt habe. Die Casting-Shows der nächsten Staffel von „DSDS“ will der Sender der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) vorlegen. Man warte den Bescheid ab, sagte dazu der RTL-Sprecher Christian Körner auf Anfrage. Die Beanstandung für die Sendung im Abendprogramm könne man nicht nachvollziehen und behalte sich daher „weitere Schritte vor“.

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