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Rihannas Garderobe : Sie ist zum Anbeißen

Auf Twitter und Instagram weckt das dottergelbe Textil vor allem kulinarische Assoziationen. Bild: Twitter

Dottergelbe Stoffmassen bewegen die sozialen Netzwerke: Popsängerin Rihanna sorgt mit der Robe, die sie auf der Met-Gala trug, im Internet für Auflauf.

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          Als Königin des Abends wollte Popsängerin Rihanna auf der Gala des Metropolitan Museum in New York auflaufen und zog, das tiarabekrönte Divenhaupt stolz erhoben, die meterlange pelzbesetzte Schleppe ihrer gelben Robe die Treppe hinauf. Die chinesische Designerin Guo Pei hatte entworfen, was am Montagabend kreisrund und satt glänzend über die Stufen floss, erst für den gewünschten Auflauf der Fotografen sorgte und dann in den sozialen Netzwerken aufging wie ein Soufflé.

          Ursula Scheer
          Redakteurin im Feuilleton.

          Denn was immer Fashion-Afficionados in der Stoffkreation erblicken mögen, auf Twitter und Instagram weckt das dottergelbe Textil vor allem kulinarische Assoziationen. Italiener verwandelten Rihanna per Bildbearbeitung kurzerhand in die Trägerin einer Frittata, also einer üppigen Eierspeise, oder setzten ihre Schleppe als Pizza ins Bild - wahlweise mit und ohne Salami. „Die größte Tortilla der Welt“, spottet ein Spanier und plaziert Rihanna samt Galakleid in einer beschichteten Pfanne. Andere sahen eher eine Schale mit frittierten Zwiebelringen in dem Arrangement, eine bretonische Galette oder einen zu groß geratenen Biskuitboden. Wie aus dem Ei gepellt allemal, eine Frau zum Anbeißen.

          Doch damit nicht genug. Unter den Hashtags #Rihanna und #MetGala finden sich Bilder der gelb gewandeten Sängerin an der Seite des großen gelben Vogels Bibo aus der „Sesamstraße“ und Fotomontagen, in denen ihr das Comic-Ungetüm aus Disneys „Die Schöne und das Biest“ galant den Arm reicht (noch die schmeichelhafteste Verhohnepiepelung). Oder das Personal aus „Der Zauberer von Oz“ tanzt auf dem gelben Tuch statt über einen gelben Weg.

          Eines ist gewiss: So viel kreative Energie hat nicht einmal Björks legendäres Ich-hänge-mir-einen-toten-Schwan-um-den-Hals-Kleid freigesetzt, das sie zu den Oscars 2001 trug. Was nur daran liegt, dass es - unvorstellbar, aber wahr - damals weder Facebook, Twitter noch Instagram gab und von Selfie-Verboten für Promis niemand träumte, weil man nicht einmal gewusst hätte, was ein Selfie ist. Längst ist alles anders. Ob es da noch einen Ausweg gibt? Man könnte, zwitschert ein praktisch veranlagter Mensch, in Rihannas Kleid auch eine Exitstrategie sehen. Er montiert es an ein Flugzeug. „Im Notfall ziehen Sie bitte die Schuhe aus und verlassen die Maschine über das bereitgestellte Kleid.“

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