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Pressefreiheit in der Schweiz : Kniefall vor den Oligarchen

Bei Recherchen zu Schwarzgeldkonten bei der Bank Credit Suisse wurde die Schweizer Presse ausgeschlossen. Bild: Frank Röth

In der Schweiz verhindert das Bankgeheimnis, dass Skandale publik werden. Und es kommt schlimmer: Artikel in der Presse kann man künftig noch leichter unterbinden.

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          In der jährlich von „Reporter ohne Grenzen“ erstellten Rangliste der Pressefreiheit ist die Schweiz vom zehnten auf den 14. Platz gerutscht – hinter Costa Rica und Liechtenstein. Erstmals befindet sie sich nicht mehr in den Top Ten. Groß gestört hat das niemanden – wie schon beim Verbot der „Swiss Secrets“ im Februar. Da breiteten führende Zeitungen der Welt Recherchen über heikle Konten der Großbank Credit Suisse aus, auf denen Schwarzgeld von Diktatoren und Oligarchen liegt. Die Schweizer Presse durfte sich an der Recherche nicht beteiligen.

          Jürg Altwegg
          Freier Autor im Feuilleton.

          Bekannt gab Reporter ohne Grenzen ihre Liste zum „Tag der Pressefreiheit“ am 3. Mai. Die Journalistenorganisation relativiert die Rückstufung der Schweiz ein wenig: Vor allem ein neuer „Wirtschaftsindikator“, der die Medienvielfalt messe, habe das Resultat negativ beeinflusst. Hervorgehoben wird aber auch, dass in der Schweiz während der Corona-Epidemie ein „beispielloses Klima der Feindseligkeit und Einschüchterung“ gegenüber Journalisten entstanden sei.

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