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Liste der Pressefreiheit : Keine unabhängige Presse mehr in Russland

  • Aktualisiert am

Die Liste der Pressefreiheit ist eine Bilanz des Schreckens. Dafür sorgt zurzeit vor allem Russland. In Deutschland greifen „Querdenker“ Journalisten an.

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          Durch Kriege und Krisen hat sich die Situation von Journalistinnen und Journalisten weltweit verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt die neue Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG). Auch in Deutschland mache sich die Entwicklung bemerkbar. Die Zahl der Angriffe auf Medienschaffende stieg im Vergleich zum Vorjahr von 65 auf 80 – und damit auf einen neuen Höchststand. In Russland, stellt die Or­ganisation fest, sei die Pressefreiheit de facto abgeschafft worden. Die meisten Vorfälle habe es in Deutschland bei Protesten der Querdenkerszene ge­gen die Corona-Schutzmaßnahmen ge­geben. Sie machten 52 der 80 An­griffe auf Journalisten aus. In der internationalen Rangliste der Pressefreiheit fiel Deutschland um drei Plätze auf den 16. von 180 Plätzen.

          In Russland sei mit Beginn des An­griffs auf die Ukraine die Pressefreiheit „de facto abgeschafft“ worden. In der aktuellen Rangliste liegt Russland auf dem 155. Platz. Auch in Myanmar (Rang 176) nach dem Militärputsch sowie in Afghanistan (Rang 156) nach der Machtübernahme der Taliban sei unabhängiger Journalismus „kaum noch möglich“. In der von Russland angegriffenen Ukraine seien bei Kampfhandlungen bereits sieben Journalisten getötet worden. „Russische Truppen griffen gezielt Medienteams an und bombardierten Fernsehtürme in mehreren Städten“, so ROG. Im laufenden Jahr liege das Land damit auf einem traurigen Spitzenplatz gemeinsam mit Mexiko. F.A.Z.

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