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Reporter ohne Grenzen : 49 Journalisten getötet

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Diana Arango, Journalistin und Aktivistin, protestiert in Mexiko-Stadt gegen die Ermordung des Journalisten Nevith Condes Jaramillo. Bild: dpa

Zwar kamen 2019 insgesamt weniger Medienschaffende ums Leben, so Reporter ohne Grenzen. Aber die Zahl der Inhaftierungen ist in einigen Ländern stark angestiegen.

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          Mindestens 49 Journalisten und andere Medienschaffende sind laut der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) seit Jahresbeginn weltweit in Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Mehr als die Hälfte von ihnen kam demnach vornehmlich in fünf Ländern ums Leben: in Syrien (10), Mexiko (10), Afghanistan (5), Pakistan (4) und Somalia (3). In ganz Lateinamerika wurden 14 Journalisten getötet, ebenso viele wie in den Nahost-Staaten Syrien, Jemen und Irak.

          Zwar seien 2019 weniger Medienschaffende in bewaffneten Konflikten ums Leben gekommen als in früheren Jahren, ein Land im Friedenszustand wie Mexiko sei aber heute für Journalisten ebenso gefährlich wie das Bürgerkriegsland Syrien, erklärte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. Im Jahr 2018 waren 86 Medienschaffende getötet worden (ROG hatte vor einem Jahr von 80 Tötungen berichtet. Nach der Veröffentlichung waren sechs weitere Fälle aus dem Betrachtungszeitraum verifiziert worden). In der Bilanz betrachtet ROG jeweils die Zeitspanne von Jahresbeginn bis 1. Dezember.

          Entführt wurden in diesem Jahr weltweit 57 Medienschaffende, vor allem in Syrien (30), Jemen (15), Irak (11) und Ukraine (1). Zudem seien derzeit 389 Medienschaffende aufgrund ihrer Tätigkeit im Gefängnis. Das sind laut Jahresbilanz 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Falle der inhaftierten Journalisten sitzt etwa die Hälfte in drei Ländern hinter Gitter: Das sind China, Ägypten und Saudi-Arabien. Diese Regime hätten die Repression gegen Medienleute weiter verschärft, sagte Rediske weiter.

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