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Schauspieler : Tilo Prückner gestorben

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Spielte häufig skurrile Typen oder Kleinganoven: Thilo Prückner Bild: dpa

Er war auf skurrile Rollen oder Kleinganoven abonniert, aber nicht festgelegt: Am vergangenen Donnerstag ist der Schauspieler Thilo Prückner gestorben.

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          Der Schauspieler Tilo Prückner ist tot. Prückner starb am Donnerstag in Berlin im Alter von 79 Jahren, wie seine Agentin der dpa am Montag unter Berufung auf die Familie sagte. Prückner wurde einem breiten Publikum durch viele Nebenrollen in Fernsehsendungen bekannt, etwa in den Krimiserie „Kommissarin Lucas“ (ZDF) und „Adelheid und ihre Mörder“ (Das Erste). Eine Hauptrolle spielte er seit 2015 in der ARD-Serie „Rentnercops“.

          Für seine Rolle in „Bomber & Paganini“ an der Seite von Mario Adorf erhielt er 1976 den Deutschen Darstellerpreis. Ende 2013 veröffentlichte Prückner seinen ersten Roman, „Willi Merkatz wird verlassen“. Oft war Prückner in eher kleineren Rollen zu sehen. „Das sind meist die besseren Rollen“, sagte er einmal in einem Interview. So wie die Figur des Vermieters Max in
          „Kommissarin Lucas“. Das sei „ein echter Wadlbeißer“. Die Vorliebe für kauzige Typen hatte er während seiner langjährigen Karriere nicht verloren.

          Der gebürtige Augsburger begann nach Abitur und abgebrochenem Jura-Studium mit einer Schauspielausbildung in München und stand auch häufig auf Theaterbühnen. Er war Mitbegründer der Schaubühne Berlin, spielte am Schauspielhaus Zürich und gastierte am Bayerischen Staatsschauspiel.

          „Tilo Prückner hat in vielen unterschiedlichen Rollen seine Schauspielkunst unter Beweis gestellt“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres. „In den letzten Jahren gab er
          sich gern als muffiger Rentnercop, als etwas sperriger, aber immer hellwacher und eigensinniger Polizeibeamter. Tilo Prückner hat nicht nur diese Serie geprägt und bereichert, mit seiner Unverwechselbarkeit war er im besten Sinn des Wortes ein echter Typ.“

          Aus aktuellem Anlass ändert das Erste sein Programm und zeigt am Mittwoch, 8. Juli, um 20.15 den Fernsehfilm „Holger sacht nix“ von 2011, in dem er die Rolle eines verbitterten Bauern spielt.

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