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Renommierte TV-Auszeichnung : Kroymann und Böhmermann bekommen Grimme-Preise

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Bereits zum fünften Mal gehörte der Satiriker Jan Böhmermann zu den Preisträgern. Bild: EPA

Zum 55. Mal wurde in Marl der Grimme-Preis verliehen. Zu den Preisträgern gehören bekannte Gesichter. Auch ein amerikanischer Streamingdienst wurde ausgezeichnet.

          In Marl ist am Freitagabend der Grimme-Preis verliehen worden. Insgesamt wurden 16 Auszeichnungen in den vier Kategorien Fiktion, Unterhaltung, Information und Kultur sowie Kinder und Jugend vergeben. Mit Amazon Prime Video erhielt in diesem Jahr abermals ein amerikanischer Streamingdienst einen Grimme-Preis. Amazon wurde für seine deutsche Thriller-Serie „Beat“ ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte bereits Netflix für „Dark“ einen der renommierten Fernsehpreise gewonnen.

          Auch zwei weitere Serien bekamen einen Preis: „Bad Banks“ (ZDF/Arte) über die Finanzwelt und „Hackerville“, eine Reihe des Bezahlsenders TNT Serie über Cyberkriminalität. Außerdem zeichnete die Jury in der Kategorie Fiktion die ARD-Komödie „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“ aus. Ein Spezialpreis ging an den Berliner „Tatort: Meta“.

          Bereits zum fünften Mal gehörte der Satiriker Jan Böhmermann zu den Preisträgern. Seine Sendung „Lass dich überwachen! Die Prism is a Dancer Show“ (ZDFneo) über den Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken wurde in der Kategorie Unterhaltung ausgezeichnet. Böhmermann hatte bereits in den vergangenen drei Jahren sowie 2014 Grimme-Preise gewonnen.

          Erneut dabei war auch die Kabarettistin Maren Kroymann, die wie im vergangenen Jahr für ihre Sketch Comedy „Kroymann“ (Radio Bremen/SWR/NDR) einen Preis erhielt. Die dritte Auszeichnung in der Kategorie Unterhaltung ging an die Spielshow „Catch! Der große Sat.1 Fang-Freitag“ mit dem Comedian Luke Mockridge.

          In der Kategorie Information und Kultur wurden der Dokumentarfilm „Kulenkampffs Schuhe“ (SWR/HR), „Die Story im Ersten: Am rechten Rand“ (NDR/MDR) und „Betrug - Aufstieg und Fall eines Hochstaplers“ (SWR) ausgezeichnet. Einen Spezialpreis gewann das „Docupy“-Team des WDR für die dreiteilige Sendereihe „Die Story: Ungleichland“ über soziale Ungleichheit mit dazugehörigem Online-Konzept. Für besondere journalistische Leistungen wurde WDR-Reporterin Isabel Schayani geehrt.

          Die satirischen Online-Beiträge des „Bohemian Browser Ballett“ (SWR/Funk) und die Reihe „Animanimals“ (SWR/KiKa) für Kleinkinder erhielten den Preis in der Kategorie Kinder und Jugend. Einen Spezialpreis ging an den Filmemacher Marco Giacopuzzi für seine Beiträge zu der Reihe „Schau in meine Welt“ (HR/KiKa). Die besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) überreichte DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) an den deutsch-französischen Fernsehsender Arte.

          Der undotierte Grimme-Preis wird seit 1964 vergeben und gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis.

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