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Reinhold Beckmann : Warum ich aufhöre

Der Fernsehmoderator Reinhold Beckmann gibt seine Talkshow „Beckmann“ in der ARD Ende des Jahres auf Bild: DAVIDS/Michael Huebner

Der Moderator beendet seine Talkshow im ersten Programm. Im Interview verrät Reinhold Beckmann außerdem, was er von dem Gerangel zwischen den Sendern hält, von der Kritik des Bayerischen Rundfunks und von Markus Lanz im ZDF.

          Der Fernsehmoderator Reinhold Beckmann gibt seine Talkshow „Beckmann“ in der ARD Ende des nächsten Jahres auf. „Ich bin der Debatten über Sinn und Unsinn der politischen Talkshows in der ARD einfach müde“, sagt er im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Er habe das Gefühl gewonnen, dass es bei der Bewertung der Talkshows in der ARD nicht um Qualität, sondern nur um die Frage gehe, welche Sendeanstalt wie viele Talkshows habe. „Das ist ein Abzählreim. Da wollte ich nicht mitgerechnet werden.“

          Kein Ablass- oder Kuhhandel

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Vor drei Wochen hat Beckmann dem Intendanten des Norddeutschen Rundfunks, Lutz Marmor, seinen Entschluss mitgeteilt. Der sei zuerst erschrocken, dann aber auch erleichtert gewesen. Es sei doch vollkommen klar, dass Marmor sich als NDR-Intendant und ARD-Vorsitzender in einem politischen Konflikt befinde.

          Als sich der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks vor ein paar Wochen die Forderung des BR-Intendanten Ulrich Wilhelm zu eigen gemacht habe, die Zahl der Talkshows im ersten Programm von fünf auf drei zu reduzieren, sei klar gewesen, „in welche Richtung das läuft“. Er wolle nicht „Gegenstand eines senderpolitischen Ablass- oder Kuhhandels werden“, sagt Reinhold Beckmann im Interview mit der F.A.S.

          In der ARD hatten sich in der seit mehr als einem Jahr schwelenden Debatte um die Talkshows zuletzt einige auf Beckmann eingeschossen – allein, weil er am späten Donnerstagabend mit seiner Sendung niedrigere Quoten als die übrigen vier Talkshows holt. Wobei die Startchancen der konkurrierenden Talkmaster schon der unterschiedlichen Sendezeiten wegen ungleich verteilt sind. Und sich die Talkshows obendrein inhaltlich deutlich voneinander unterscheiden.

          Ende der Auseinandersetzung?

          „Vielleicht beendet ja mein Entschluss die ständige Auseinandersetzung zwischen den Sendern über zu viel Gerede“, hofft Reinhold Beckmann. Vierzehn Jahre lang hat er seine Sendung moderiert. Vollkommen verschwinden vom Bildschirm wird er nicht, er wird weiter Sendungen für NDR und ARD produzieren, moderieren und entwickeln. Er hat Ideen für den Fußball und für ein unterhaltendes Format.

          Wie diese zugeschnitten sein könnten, an welche Sendungen sich Reinhold Beckmann besonders gerne erinnert, welche er für wichtig hält, was er davon denkt, dass in anderen Talkshows der ARD es um Baumärkte und Tarot-Karten und es bei Markus Lanz im ZDF um RTL geht, lesen Sie ausführlich im Interview der F.A.S. Dort zieht Reinhold Beckmann umfassend Bilanz.

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