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ARD-Fernsehen : Beckmann verlässt „Sportschau“

  • Aktualisiert am

Nie wieder Sport? Zumindest bald nicht mehr in der „Sportschau“: Reinhold Beckmann. Bild: dpa

Zum Ende der Saison hört Reinhold Beckmann bei der „Sportschau“ auf. Die Sendung präsentierten andere ebenso gut, sagt er. Zeit für eine Frau als Moderatorin sei es auch. Er selbst will sich auf ein anderes Projekt konzentrieren.

          Der Journalist und Moderator Reinhold Beckmann beendet im kommenden Sommer, mit dem Ende der laufenden Bundesligasaison, sein Engagement bei der „Sportschau“ im Ersten. Dem ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky habe er schon vor einem Jahr gesagt, dass er sich mit den Gedanken trage, kürzer zu treten, sagte Beckmann im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“. Er wolle mehr Zeit für seine Reportagereihe „#Beckmann“ und auch für sein privates Leben haben. Für die Reportagen sei er seit Anfang 2014 „fast pausenlos“ unterwegs gewesen, im Nordirak, in Saudi-Arabien und in Jordanien, und habe dabei Erfahrungen gemacht, die einen verändern. Er wolle sich „intensiv mit Menschen und Themen auseinandersetzen“.

          Bei der „Sportschau“ ist Reinhold Beckmann seit 2003, als Sportmoderator arbeitet er seit rund dreißig Jahren. Er fing an in den achtziger Jahren beim WDR, von 1990 an baute er die Sportredaktion des Abosenders Premiere (heute Sky) auf, 1992 wurde er Sportchef bei Sat.1 und prägte die Fußballsendung „ran“, die stilbildend wurde. 1998 kehrte Beckmann zur ARD zurück, als Mann für den Fußball und – von 1999 bis 2014 – mit der nach ihm benannten politischen Talkshow „Beckmann“.

          Jetzt, sagte Reinhold Beckmann im Gespräch mit FAZ.NET, sei der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen, sich vom Sport im Fernsehen zu verabschieden. Die „Sportschau“ moderierten „andere genauso gut“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“, etwas Alexander Bommes. Abgesehen davon brauche „die Sendung dringend eine Frau als Präsentatorin“. Seine Reportagereihe im Ersten setzt Beckmann am 29. November mit einem Porträt des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel fort.

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