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Mutmaßlicher Piratensender : „Querdenker“ kapern WDR-Frequenz

  • Aktualisiert am

Mutmaßliche Querdenker kaperten mehrfach eine Frequenz des WDR-Senders 1Live. Bild: dpa

Seit Anfang März bekommen Hörer des WDR-Senders 1Live immer wieder kurze Botschaften aus der „Querdenker“-Szene eingespielt. Die Bundesnetzagentur vermutet einen Piratensender hinter den Vorfällen und ermittelt.

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          Unbekannte sollen im Münsterland eine Radio-Frequenz des WDR für Botschaften aus der „Querdenker“-Szene zur Corona-Pandemie gekapert haben. Nach Angaben der in solchen Fällen zuständigen Bundesnetzagentur wandte sich die Polizei aus dem Ort Ahaus an die Behörde und berichtete von einem entsprechenden Vorfall. Bei einer Frau sei während einer Autofahrt plötzlich das Programm des WDR-Senders 1Live überlagert worden. Für etwa 45 Sekunden sei stattdessen eine „blecherne Stimme“ erklungen, „die Corona-Thesen aus der 'Querdenker'-Szene“ verbreitet habe.

          Auch der WDR bestätigte am Donnerstag die Störungen. Seit der ersten Märzwoche seien nun schon mehrere Meldungen dieser Art von Hörerinnen und Hörern eingegangen. „Die Frequenz wurde vor allem im Kreis Borken zeitweise von Unbekannten gekapert“, erklärte der Sender. Sämtliche Hinweise seien an die Bundesnetzagentur weitergeleitet worden, die dem Ursprung nun nachspüre. In ihrer Verantwortung liege es auch, mögliche rechtliche Schritte einzuleiten.

          Bei der Bundesnetzagentur geht man von einem Piratensender aus, der die Frequenz von 1Live illegal nutzt. Weil die Unterbrechungen so kurz seien, habe er wohl keine sonderlich starke Sendeleistung und nutze wechselnde Standorte. „Die Nutzung von Frequenzen ohne Frequenzzuteilung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden“, stellte die Behörde klar.

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