Atomwaffen gegen die NATO? Das wär’s!
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Sergej Lawrow doziert, Moderator Guiseppe Brindisi hört zu. Bild: Rete4 Mediatset/Screenshot F.A.Z.
Im italienischen Fernsehen tauchen „Putinversteher“ auf. Die nennen das Massaker von Butscha „Fake News“ und wollen, dass die Ukraine kapituliert. Im Parlament kommt die Frage auf, ob das noch Journalismus ist.
Nach dem Skandalauftritt des russischen Außenministers Sergej Lawrow in einer Talkshow des Berlusconi-Senders Rete4 beschäftigt sich der Geheimdienstausschuss des Parlaments in Rom mit der ungefilterten Verbreitung russischer Propaganda im italienischen Privatfernsehen und beim öffentlich-rechtlichen Sender RAI.
Lawrow hatte in der Sendung „Zona Bianca“ am 1. Mai unwidersprochen Moskaus Begründung für den Überfall der Ukraine bekräftigt. Er dozierte, die Ukraine müsse „entnazifiziert“ werden. Den Hinweis, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj selbst Jude sei und wohl keine Nazi-Regierung führen könne, wies Lawrow zurück: „Ich kann mich irren. Aber Adolf Hitler hatte auch jüdisches Blut. Das heißt überhaupt nichts. Das weise jüdische Volk sagt, dass die eifrigsten Antisemiten in der Regel Juden sind.“
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