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Prozessauftakt in Köln : Jörg Kachelmann will Schmerzensgeld in Millionenhöhe

  • Aktualisiert am

Sieht sein Persönlichkeitsrecht verletzt: Jörg Kachelmann im Kölner Gerichtssaal Bild: dpa

Der Prozess von Jörg Kachelmann gegen die „Bild“-Zeitung hat begonnen. Der Fernsehmoderator fordert wegen unangemessener Berichterstattung ein Schmerzensgeld in Rekordhöhe.

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          Der Wetterexperte wirft „Bild“ eine schwerwiegende Verletzung seines Persönlichkeitsrechts vor. Es geht dabei um die Berichterstattung über den Vergewaltigungsprozess gegen ihn. Kachelmann war im Jahr 2011 vor dem Landgericht Mannheim vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. „Bild“ weist seine Vorwürfe als unbegründet zurück. Kachelmann, der persönlich vor Gericht erschien, verlangt von der Zeitung und ihrer Online-Ausgabe eine Geldentschädigung in Höhe von insgesamt 2,2 Millionen Euro.

          Geklagt hat er auch gegen die Magazine „Bunte“ und „Focus“. Diese Verfahren wurden am Mittwoch jedoch auf einen anderen Termin verschoben. Zusammengerechnet belaufen sich Kachelmanns Forderungen auf 3,25 Millionen Euro.

          Sein Anwalt Ralf Höcker rechnet damit, dass er „das höchste in Deutschland jemals eingeklagte Schmerzensgeld für Persönlichkeitsrechtsverletzung“ erzielen wird. Der Sprecher des Landgerichts, Christian Hoppe, sagte: „Es ist in der Tat so, dass die bisher in der Rechtsprechung zuerkannten Geldentschädigungssummen unter dem Betrag lagen, den Herr Kachelmann fordert.“

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