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Pressefreiheit auf Malta : Ihre Geschichten kann man nicht töten

  • -Aktualisiert am

Mahnwache in Malta: Menschen erinnern an die ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia vor dem Büro des maltesischen Premierministers in Valletta. Bild: AP

Auch vier Jahre nach der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia werden Journalisten auf Malta weiter an ihrer Arbeit gehindert. Caroline Muscat will das ändern.

          3 Min.

          Wenn Caroline Muscat gefragt wird, ob sie eigentlich Aktivistin oder Journalistin sei, dann antwortet sie immer das Gleiche: „Wir haben keine Wahl.“ Sie wisse, sagt sie, dass es ist nicht normal sei, wie sie und die Mitarbeiter ihres maltesischen Nachrichtenportals The Shift arbeiten. Aber eine andere Möglichkeit, als Journalist auf Malta einen ordentlichen Job zu machen, gebe es nicht.

          Kim Maurus
          Volontärin.

          An diesem Mittwochnachmittag ist Caroline Muscat zu Gast bei Reporter ohne Grenzen (ROG) in Berlin, wo sie sich derzeit im Rahmen eines ROG-Stipendiums aufhält. Zum Gespräch zwischen ihr und Rebecca Vincent, ROG-Direktorin für internationale Kampagnen, sind online etwa ein Dutzend Menschen zugeschaltet. Muscats Worte aber sind für alle bestimmt, die noch immer glauben, grundlegende Freiheiten der Presse seien in jedem Land der Europäischen Union selbstverständlich. Malta liegt auf der von ROG veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 81 von 180 Staaten, seit 2013 ist das Land um 36 Plätze nach unten gerutscht.

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