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„Playboy“ sucht Abnehmer : Häschenimperium zu verkaufen

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Suchen Sie noch ein Ostergeschenk? Das größte Kaninchenohrenimperium der Welt steht gerade zum Verkauf. Bild: Felix Hörhager/Playboy/dpa

Eigentlich sollte nur Hugh Hefners berühmtes Playboy-Mansion unter den Hammer kommen. Doch die Bieter interessieren sich angeblich gleich für das Gesamtpaket.

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          Das „Playboy“-Imperium könnte einem Bericht in des Wall Street Journal zufolge bald den Besitzer wechseln. Die Firma Playboy Enterprises habe Investmentbanker mit der Suche nach Interessenten beauftragt, berichtete das „Wall Street Journal“ in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Ein Verkauf könnte demnach etwa 500
          Millionen Dollar (448 Mio Euro) einbringen. Neben dem 1953 von Hugh Hefner (89) gegründeten „Playboy“-Magazin sollen auch die Lizenzrechte an der berühmten Marke und die legendäre Playboy Mansion im Kaufpaket enthalten sein.

          Zum Schnäppchenpreis: Das Anwesen mit Lustgrotte legt der Konzern gleich noch mit drauf.
          Zum Schnäppchenpreis: Das Anwesen mit Lustgrotte legt der Konzern gleich noch mit drauf. : Bild: AFP

          Das riesige Anwesen in dem Nobelviertel Holmby Hills von Los Angeles, bekannt für Hefners ausgelassene Partys und Tummelplatz prominenter Gäste, war bereits im Januar für 200 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten worden. Dabei hätte sich herausgestellt, dass Bieter auch am Rest des Unternehmens interessiert seien, heißt es in dem
          Zeitungsbericht. Deshalb werde nun erwogen, gleich das ganze „Bunny“-Imperium auf einmal loszuschlagen.

          So kennt man den alten Schwerenöter: Hugh Hefner mit zwei seiner ikonischen Bunnys in London.
          So kennt man den alten Schwerenöter: Hugh Hefner mit zwei seiner ikonischen Bunnys in London. : Bild: dpa

          Hefner hatte Playboy Enterprises 2011 gemeinsam mit einer Beteiligungsgesellschaft von der Börse genommen. „Playboy“ prägte mit Großaufnahmen nackter Frauen („Playmates“) über Jahrzehnte das Erotikgeschäft. Doch angesichts der starken Konkurrenz im Internet strebt das Magazin einen Imagewechsel an. Künftig werden weder auf der Titelseite noch im Innenteil der amerikanischen Ausgabe nackte Frauen zu sehen sein. Mit dem geänderten Konzept sollen neue Leserschichten erschlossen werden. Inzwischen bringt das Lizenzgeschäft mit Kosmetika, Schmuck und Alkoholika dem Unternehmen den größten Gewinn – etwa vierzig Prozent davon aus China, obwohl das Heft dort nicht erscheint.

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