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Mafia-Berichterstattung : Petra Reski verklagt Jakob Augstein

Für den „Freitag“ wird sie wohl kaum ein weiteres Mal schreiben: Petra Reski. Bild: Simone Casetta / Anzenberger

Der „Freitag“-Verleger verweigerte seiner Autorin nicht nur juristischen Beistand, als sie wegen eines Artikels über die Mafia verklagt wurde. Er würdigte ihre Arbeit herab. Nun geht sie gegen ihn vor.

          Die Auseinandersetzung zwischen der Journalistin Petra Reski und dem Verleger des „Freitags“, Jakob Augstein, der der freien Mitarbeiterin die übliche Unterstützung verweigerte, als sie im Zusammenhang mit einer von ihr am 17. März 2016 in der Wochenzeitung veröffentlichten Reportage über die Mafia in Deutschland verklagt wurde), bekommt ein juristisches Nachspiel.

          Andreas Rossmann

          Redakteur im Feuilleton.

          Wie die in Venedig lebende Autorin gegenüber dieser Zeitung bestätigte, hat sie Augstein eine Unterlassungsforderung zukommen lassen. Dabei gehe es um Verlautbarungen ihr gegenüber, die Augstein auf Twitter und in Interviews verbreitet habe, wie „Redaktionen sind keine Rechtsschutzversicherung für mangelhafte Recherche“, „Liebe Frau Reski, Sie haben uns Klarnamen untergejubelt, die Sie – und wir – nicht hätten drucken dürfen“ oder „Sie (Petra Reski) konnte ihren Vorwurf nicht belegen. Darum hat sie vor Gericht verloren. Wir stehen nicht für Fake News“. Schwerere Vorwürfe könne man, so Petra Reski, einer Journalistin nicht machen: „Das ist eine schwerwiegende Diffamierung meiner Arbeit.“ Augstein sei durch ihren Anwalt abgemahnt worden, habe die Abmahnung aber abgelehnt. Das Landgericht Hamburg will die Sache am 29. September verhandeln.

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