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Vorwürfe gegen RBB-Chefin : Ist das Filz?

Investigativer Journalismus dürfte ihr eigentlich nicht fremd sein: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Bild: dpa

Der Intendantin Patricia Schlesinger und dem RBB werden Mauscheleien vorgeworfen. Was ist da dran?

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          Die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg ist in Bedrängnis. Patricia Schlesinger, so der Vorwurf, führe die Geschäfte des Senders nicht sauber und trenne nicht klar zwischen privaten Verbindungen und Belangen ihres Senders. Dabei geht es um Verträge für ihren Ehemann, den Journalisten Gerhard Spörl, und um den Vorsitzenden des RBB-Verwaltungsrats, den Immobilienunternehmer Wolf-Dieter Wolf. Der habe, so berichtet das Portal „Business Insider“, seine Mehrfachrolle als Chef des RBB-Verwaltungsrats, als Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Berlin und Immobilienunternehmer nicht in der Weise sortiert, in der es nach Compliance-Regeln geboten sei – mit dem Wissen oder gar der Unterstützung der RBB-Intendantin. Im Volksmund lautet der Begriff für einen solchen – behaupteten – Zusammenhang: Filz.

          „Mutmaßungen, Unterstellungen“, alles falsch?

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Der RBB weist die Vorwürfe zurück. Sie kleideten sich in „eine Mischung aus Mutmaßungen, Unterstellungen und falschen Schlussfolgerungen“, sagte Patricia Schlesinger. Gleichwohl sehe man „jetzt größtmögliche Transparenz als unsere vordringliche Aufgabe an“. Die Revision und die Compliance-Beauftragte des RBB sollen die Vorwürfe nun aufdröseln.

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