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Fristlose Entlassung gefordert : Kein „goldener Handschlag“ für Patricia Schlesinger

Zurückgetreten: die ehemalige RBB-Intendantin Patricia Schlesinger und der ehemalige Verwaltungsratsvorsitzende Wolf-Dieter Wolf, aufgenommen im April 2019 Bild: rbb/Oliver Ziebe

Der Brandenburger CDU-Abgeordnete Jan Redmann fordert die fristlose Entlassung der zurückgetretenen RBB-Intendantin. Der SPD-Politiker Daniel Keller stellt das geplante „Digitale Medienhaus“ in Frage.

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          In der Affäre um mutmaßliche Vetternwirtschaft, Veruntreuung und Verschwendungssucht im Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) wird nun die Forderung erhoben, die zurückgetretene Intendantin Patricia Schlesinger müsse fristlos entlassen werden – nicht mit Verzögerung oder einer etwaigen Abfindung.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Der Verwaltungsrat des Senders solle angesichts der durch Zeugenaussagen belegten Abrechnungen offenbar privater Essen auf Kosten des Senders „eine fristlose Kündigung von Frau Schlesinger ins Auge fassen“, sagte der brandenburgische CDU-Fraktionschef Jan Redmann am Mittwoch in Potsdam. Dafür sprächen auch Verstöße gegen Complianceregeln des RBB. „Ein goldener Handschlag zulasten der Beitragszahler erscheint in dieser Situation nicht vermittelbar“, sagte Redmann. „Wenn eine Kassiererin für einen unterschlagenen Pfandbon gekündigt wird, muss das erst recht für eine herausgehobene öffentliche Repräsentantin gelten.“

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