https://www.faz.net/-gqz-957jc

Mehr als 170 Reporter in Haft : OSZE sieht Pressefreiheit in großer Gefahr

  • Aktualisiert am

Einer von mehr als 170 Reportern in Haft: der Türkei-Korrespondent der Zeitung „Welt“ Deniz Yücel (Archivbild aufgenommen am 21.07.2016 in Berlin). Bild: dpa

Die Arbeit von Journalisten wird weltweit immer schwieriger. Zu diesem Fazit kommt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Um die Pressefreiheit einzuschränken, nutzen die meisten einen gemeinsamen Vorwand.

          1 Min.

          Die Sicherheit von Reportern und die Pressefreiheit im Allgemeinen sind nach Einschätzung der OSZE so stark bedroht wie schon lange nicht mehr. Unter dem Deckmantel angeblicher nationaler Sicherheitsinteressen werde versucht, so viele kritische Stimmen wie möglich mundtot zu machen, sagte der Beauftragte für Medienfreiheit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Harlem Désir.

          Die Gesellschaft leide unter diesem Trend. „Eine starke Medienfreiheit ist in diesen Zeiten ein wichtiger Beitrag, um die Gesellschaft zu stärken. Es gibt keine starke Gesellschaft, die nur wenig Zugang zu Informationen hat.“

          Insgesamt sitzen nach Angaben der OSZE in den 57 Mitgliedstaaten mehr als 170 Reporter in Haft. Die meisten davon seien in der Türkei, so wie auch der deutsche „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel.

          Die Grundlage der Anklage gegen Yücel sei völlig unbegründet, sagte Désir. Er stehe im Kontakt mit den türkischen Behörden und habe die Freilassung gefordert. „Ich will keine Journalisten als Geiseln für Verhandlungen zwischen Staaten sehen. Journalisten repräsentieren nicht ihr Heimatland.“

          Weitere Themen

          Geschiebe bei den Messen

          Corona-Krise : Geschiebe bei den Messen

          In Köln und Düsseldorf schreibt Covid-19 den Kalender um. Der Spielraum für mögliche Alternativtermine ist klein und verlässliche Vorhersagen ohnehin nicht möglich. Das schürt den Konkurrenzkampf.

          Tiere, Teamgeist, Todesmut Video-Seite öffnen

          Dokus gegen den Lagerkoller : Tiere, Teamgeist, Todesmut

          Keine Lust mehr auf den nächsten öden Serienmarathon in der Quarantäne? Dokumentarfilme sorgen nicht nur für Abwechslung, sondern schaffen auch Erkenntnis. Unsere Redaktion stellt acht ihrer Lieblinge vor.

          Durs Grünbein: „Monatsblut“

          Frankfurter Anthologie : Durs Grünbein: „Monatsblut“

          Gegen das tägliche Inferno der Nachrichten und gegen die Gleichmacherei der Tauschwirtschaft ist dieses Gedicht gerichtet. Vor allem aber protestiert es gegen dieses Wissen, dass man nichts ist.

          Topmeldungen

          Keine Länderspiele, kein DFB-Pokal – keine Einnahmen: Auch der reichste Verband muss da neu rechnen.

          Geldnot beim DFB? : Das Füllhorn versiegt

          Der Deutsche Fußball-Bund durfte stets aus dem Vollen schöpfen, aber die Corona-Krise könnte den Verband schwer treffen. Eine Baustelle belastet den Haushalt besonders.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.