https://www.faz.net/-gqz-84m9w

Onlinejournalismus : Niggemeier verlässt „Krautreporter“

  • Aktualisiert am

Krautreporter bei der Arbeit Bild: dpa

Das spendenfinanzierte Online-Magazin „Krautreporter“ startete mit großen Hoffnungen. Jetzt verliert es sein Zugpferd. Der Medienjournalist Stefan Niggemeier vermisst die redaktionellen Ideen.

          Der Medienjournalist Stefan Niggemeier verlässt die „Krautreporter“. Niggemeier teilte am Dienstag in seinem Blog mit, er halte das Internet-Magazin für nicht geglückt. Er wolle aber aus den Erfahrungen seiner Arbeit dort lernen und eine Plattform für Medienkritik aufbauen, die von den Lesern unterstützt werde. „Krautreporter“ war im Oktober des vergangenen Jahres nach einer Spendenaktion gestartet. Die Mitglieder, die jeweils 60 Euro bezahlten, können die Texte kommentieren und werden in Recherchen einbezogen.

          „Ich bereue es nicht, mitgemacht zu haben, und ich finde es nach wie vor richtig, auszuprobieren, ob und wie ein Online-Journalismus funktionieren kann, der sich nicht der oft zerstörerischen Logik der Klick-Optimierung unterwerfen muss“, erklärt Niggemeier. Das zentrale Problem bei „Krautreporter“ sei das Fehlen einer redaktionellen Idee. „Wir taten uns schwer damit zu definieren, worüber wir berichten wollen und wie.“ Den Geschichten im Magazin fehle ein verbindendes Element.

          Niggemeier berichtete bei „Krautreporter“ über Medienthemen. Weitere Mitglieder der Redaktion sind unter anderen Thomas Wiegold, Theresa Bäuerlein und Peer Schader. Chefredakteur ist Alexander von Streit.

          Weitere Themen

          Ist das die Zukunft der Oper? Video-Seite öffnen

          „Figaros Hochzeit“ in 360° : Ist das die Zukunft der Oper?

          Ein Mozart für Morgen: Nicht mehr bloß zuhören, zuschauen, sondern mittendrin sein im Geschehen und in der Musik? Jan Schmidt-Garre inszeniert „Figaros Hochzeit“ für die 360-Grad-Kamera – und damit für eine Oper, die man so noch nie gesehen hat.

          Mirjam Pressler ist gestorben

          Autorin und Übersetzerin : Mirjam Pressler ist gestorben

          Kinder in Not und die Shoa waren die großen Themen ihrer eigenen Bücher, Amos Oz und Zeruya Shalev hat sie übertragen: Im Alter von 78 Jahren ist die Schriftstellerin und Übersetzerin Mirjam Pressler gestorben.

          Topmeldungen

          Brief aus Istanbul : Ins Gefängnis wegen der besten Recherche

          Für ihre Arbeit zu den Panama Papers, die Steuerbetrug weltweit aufdeckten, erhielt eine internationale Journalistengruppe den Pulitzer-Preis. Pelin Ünker, die daran mitwirkte, muss in der Türkei in Haft. So sieht Erdogans Pressefreiheit aus.

          Bayern-Coach Kovac stellt klar : „Er spielt um seine Zukunft“

          Der FC Bayern fühlt sich gerüstet für die Jagd auf Herbstmeister Borussia Dortmund. Begleitet wird die Vorbereitung jedoch von Personalspekulationen. James Rodriguez ist jetzt besonders gefordert, meint der Trainer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.