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NZZ ohne Internetkommentare : Diskutieren statt schimpfen

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„Wer etwas mitzuteilen hat, der soll gehört und respektiert werden.“ Aber zur Graffitiwand will die NZZ auch nicht werden. Bild: Reuters

„Es hat sich etwas aufgestaut“: Die Schweizer Tageszeitung schafft die offene Kommentarfunktion auf ihrer Website ab. Stattdessen sollen Autoren zu ausgewählten Themen direkt mit Lesern diskutieren.

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          Wegen immer aggressiverer  Lesermeinungen schafft die
          „Neue Zürcher Zeitung“ („NZZ“) die Kommentare unter Online-Artikeln ab. Die renommierte Schweizer Tageszeitung kündigte am Samstag an, stattdessen auf ihrem Portal „NZZ.ch“ moderierte Diskussionen zu
          starten.

          „Die Stimmung ist gehässiger geworden“, hießt es in einem Beitrag in eigener Sache. Die „NZZ“ werde in Kommentaren immer öfter als „Propagandaschleuder“ und „Systempresse“ bezeichnet, und Beschimpfungen verdrängen echte Diskussionen. Ab Mittwoch wird die Kommentarfunktion unter den meisten Artikeln
          deaktiviert. Zu drei Themen pro Tag werden jedoch moderierte Online-Debatten eingerichtet. Zusätzlich soll sich ein Autor pro Woche mit seinen Lesern austauschen.

          Der Schritt erntete viele positive Reaktionen. „Endlich werden angenehme Verhältnisse angestrebt“, schrieb ein Leser. Andere witterten Bevormundung. „Das hörte sich für mich etwas zu sehr nach betreutem Denken an“, schrieb einer der Kritiker.

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