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Nominierungen zum Grimme-Preis : Glänzende Spielfilme, matte Unterhaltung

  • Aktualisiert am

Nominiert im Bereich Fiktion: Roland Suso Richters Entführungsdrama „Mogadischu” Bild: obs

Die öffentlich-rechtlichen Sender dominieren wieder bei den Nominierungen zum diesjährigen Grimme-Preis. Unter den sechzig Nominierten finden sich nur sieben von Privatsendern. Eine besondere Ehrung wird Claus Kleber und Marietta Slomka zuteil.

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          Die Nominierungen für die Grimme-Fernsehpreise stehen fest. Wie das Grimme-Institut am Mittwoch in Marl bekanntgab, wurden aus 695 eingereichten Vorschlägen insgesamt 60 Beiträge herausgefiltert, darunter 53 Sendungen öffentlich-rechtlicher Anstalten und sieben von Privatsendern. Grimme-Direktor Uwe Kammann lobte besonders die Fernsehfilme: Im Fernsehjahr 2008 hätten sie erneut durch stilsichere Regie, herausragende Darsteller-Leistungen und packende Drehbücher geglänzt.

          Die besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes als Träger der Grimme-Preise geht an die ZDF-Moderatoren Marietta Slomka und Claus Kleber. Die Gewinner der Preise gibt das Grimme-Institut am 25. März bekannt. Die Verleihung des Adolf-Grimme-Preises und des Sonderpreises Kultur des Landes NRW ist am 3. April 2009 in Marl.

          Drei Nominierungen für den „Tatort“

          Die Spannbreite der nominierten Beiträge reicht dabei von „Hurenkinder“ (ARD/NDR, Regie: Andreas Kleinert) mit Nina Kunzendorf über „Mütter, Väter, Kinder“ mit Katja Flint und Matthias Brandt bis hin zu „Mogadischu“ (ARD/SWR/BR) von Regisseur Roland Suso Richter. Auch Regisseur Dominik Graf, mit bislang sieben Trophäen der am häufigsten ausgezeichnete Grimme-Preisträger, ist mit „Das Gelübde“ (WDR/arte) im Rennen. Im Krimi-Genre finden sich allein drei Ausgaben des ARD-„Tatortes“, darunter auch die Folge „Auf der Sonnenseite“ (ARD/NDR) mit dem neuen Hamburger Kommissar Cenk Batu (gespielt von Mehmet Kurtulus). Bei den Serien wurden „Doctor's Diary“ (RTL), „Dr. Molly und Karl“ (Sat.1) und „Mord mit Aussicht“ (ARD/WDR) nominiert.

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          Nominierungen zum Grimme-Preis : Glänzende Spielfilme, matte Unterhaltung

          Die Nominierungskommission „Information & Kultur“ benannte unter anderem zwei Filme der Reihe „die story“ für die Endrunde: „Und plötzlich ist das Haus weg“ (ARD/WDR/SWR) thematisiert dubiose Kreditgeschäfte; „Gigant Gazprom“ (ARD/WDR/NDR) beleuchtet das Projekt um die sieben Milliarden teure Ostseepipeline und die Einbindung des Alt-Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Viele der nominierten Beiträge richten ihren Blick ins Ausland, so „Ein Artikel zuviel - Anna Politkowskaja und das System Putin“ (3sat/ZDF/SF/MDR/rbb), „Die Jungs von Bagdad High“ (BBC/ZDF/arte), „Rubljovka - Straße der Glückseligkeit“ (rbb/arte/WDR), „Die Weggeworfenen“ (ZDF) oder „Losers and Winners“ (WDR/arte).

          Im Segment Unterhaltung ist zum zweiten Mal „Switch Reloaded“ (ProSieben) nominiert, ebenso die Reihe „Guildo und seine Gäste“ (SWR), in diesem Jahr mit der Folge „Hausbesuch“. Der Kinder-Klassiker „Die Sendung mit der Maus“ ist mit einem Spezial zur Türkei ebenso im Rennen wie die Coaching-Serie „Die Ausreißer - Der Weg zurück“ (RTL), „Menschen bei Maischberger: Helmut Schmidt“ (WDR) oder die satirische Reisedokumentation „Unterwegs nach woanders“ (3sat). Für seine „authentische, engagierte und uneitle Coaching-Tätigkeit als Schuldnerberater in 'Raus aus den Schulden' (RTL)“ ist Peter Zwegat nominiert.

          44. Adolf-Grimme-Preis


          Nominierungen im Bereich „Fiktion“ / „Spezial“:

          Nur keine Wellen (ORF/ARTE)

          Tatort: Der oide Depp (ARD/BR)

          Ein starker Abgang (ZDF/ARTE)

          Das Wunder von Berlin (ZDF)

          12 heißt: Ich liebe dich (ARD/MDR)

          Wholetrain (ZDF)

          Mütter, Väter, Kinder (ARD/NDR)

          Debüt im Ersten: Das wahre Leben (ARD/SWR/BR/SF)

          Tatort: Der tote Chinese (ARD/HR)

          Das Gelübde (WDR/ARTE)

          Die zweite Frau (ARTE/WDR)

          Ihr könnt Euch niemals sicher sein (ARD/WDR)

          Mogadischu (ARD/SWR/BR)

          Mitte 30 (ARD/BR)

          Hurenkinder (ARD/NDR)

          Tatort: Auf der Sonnenseite (ARD/NDR)

          Serien & Mehrteiler

          Doctor's Diary (RTL)

          Mord mit Aussicht (ARD/WDR)

          Das jüngste Gericht (RTL)

          Teufelsbraten (ARD/WDR/NDR/ARTE)

          Spezial

          Nina Haun für das Casting der Filme „Mitte 30“ (ARD/BR), „Die zweite Frau“ (ARTE/WDR), „Im Gehege“ (ZDF), „Mogadischu (ARD/SWR/BR)“ und „Einer bleibt sitzen“ (ARD/BR)

          Hanna Herzsprung für die schauspielerische Leistung in „Liesl Karlstadt und Karl Valentin“ (ARD/BR) „Das wahre Leben“ (ARD/SWR/BR/SF) und „Werther“ (ARTE)

          Judith Kaufmann für ihre Kameraarbeit in „Bella Block - Reise nach China“ (ZDF)


          Die Nominierungen in der Kategorie „Unterhaltung“ / „Spezial“:

          Menschen bei Maischberger: Helmut Schmidt (WDR)

          Die 3 Bärchen und der blöde Wolf (ARD/KI.KA/WDR)

          Extra 3: Johannes Schlüter (NDR)

          Der satirische Jahresrückblick 2008 (ZDF)

          Die Sendung mit der Maus: Spezial-Türkei (WDR)

          Der Popolski-Show (WDR)

          Die Ausreißer - Der Weg zurück (RTL)

          Unterwegs nach woanders (3sat)

          Ein Fisch für 2 (ZDF/3sat/SF/ORF)

          Guildo und seine Gäste - Hausbesuch (SWR)

          Switch Reloaded (ProSieben)

          Serien & Mehrteiler

          Die Ludolfs (DMAX)

          Dr. Molly und Karl (SAT.1)

          Spezial

          Peter Zwegat für seine authentische, engagierte und uneitle Coaching-Tätigkeit als Schuldnerberater in „Raus aus den Schulden“ (RTL)

          Die Nominierungen in der Kategorie „Information & Kultur“ / „Spezial“:

          Rubljovka - Straße der Glückseligkeit (rbb/ARTE/WDR)

          Die Jungs von Bagdad High (BBC/ZDF/ARTE)

          die story: Und plötzlich ist das Haus weg (ARD/WDR/SWR)

          Der große Ausverkauf (WDR/ARTE/BR)

          Menschliches Versagen (WDR/BR/SWR)

          Der große Rausch (ARD/WDR)

          die story: Gigant Gazprom (ARD/WDR/NDR)

          Djangos Erben (ARD/SWR/ARTE)

          Der Freund und der Fremde (rbb)

          Leben und Sterben in Kabul (ARD/NDR/WDR)

          Unbequem und unbestechlich: Chinas Kämpfer für die Wahrheit (ARD/NDR)

          Ein Artikel zuviel - Anna Politkowskaja und das System Putin (3sat/ZDF/SF/MDR/rbb)

          Alt sein auf Probe (ARD/WDR)

          Das Mosquitoproblem und andere Geschichten (ZDF)

          Losers and Winners (WDR/ARTE)

          Die Weggeworfenen (ZDF)

          Serien & Mehrteiler

          Mission Gold (ZDF)

          Nach Fahrplan in den Tod (SWR/ARTE)

          Die wunderbare Welt der Exkremente (ARTE)

          Who's afraid of Americia (ZDF/ARTE)


          Spezial

          Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann für langjährige, investigative Recherchen zum Kölner Messeskandal (Milliarden-Monopoly I-III am Rhein) und für die detaillierte Beobachtung des Geflechts von Geld, Macht und Politik (WDR)

          Emmanuel Suard, stellv. Programmdirektor Arte France für Idee und Konzeption des Themenschwerpunkts „68“ und die facettenreiche Spiegelung in verschiedenen Beiträgen (ARTE)

          Hajo Seppelt für hartnäckige, mutige Recherche zum Thema Doping und herausragende Reportageleistungen (ARD)


          Nominierte für den Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2009

          Ein Jude, der Deutschland liebte (ARD/rbb/WDR)

          Wholetrain (ZDF)

          Feuchtwanger lebt (3sat/ZDF)

          Werther (ARTE)

          Das Feuerschiff (ARD/NDR)

          Das Gelübde (WDR/ARTE)

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