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Nikolaus Blome : Ein Mann von „Bild“ für den „Spiegel“

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Der neue Mann in der Führung des „Spiegel“: Nikolaus Blome. Bild: dpa

Ein eher ungewöhnlicher Karriereschritt: Nikolaus Blome wechselt als stellvertretender Chefredakteur von der „Bild“-Zeitung zum „Spiegel“.

          Der „Spiegel“ komplettiert seine Führungsmannschaft. Am 1. September tritt der neue Chefredakteur Wolfgang Büchner an, der von der Deutschen Presse-Agentur kommt und als versierter Redaktionsmanager gilt. Am 1. Dezember stößt Nikolaus Blome als stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Berliner Hauptstadtbüros hinzu, der von der „Bild“ kommt und als liberal-konservativer Kopf gilt.

          Die stellvertretenden Chefredakteure Klaus Brinkbäumer und Martin Doerry, die den „Spiegel“ seit der Kündigung der beiden Chefredakteure Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron geleitet haben, sollen ihre Posten behalten, für „Spiegel Online“ bleibt Rüdiger Ditz als Chefredakteur zuständig.

          Von der „Bild“-Zeitung zum „Spiegel“ - eine solche Karriereleiter ist schon bemerkenswert und wäre in früheren Zeiten nicht denkbar gewesen. Nikolaus Blome dürfte indes nicht nur „Bild“-Lesern ein Begriff sein, in zahlreichen Talkshow-Auftritten hat er der Boulevardzeitung ein seriöses Gesicht gegeben.

          Man darf gespannt sein, ob sich unter den neuen Chefs eine neue Blatt-Linie herausschält. Blome arbeitet seit 1997 für Springer, war bei der „Welt“, kam 2006 zur „Bild“, seit Mai 2011 war er dort stellvertretender Chefredakteur. Der bisherige Leiter des „Spiegel“-Hauptstadtbüros, Konstantin von Hammerstein, arbeitet künftig als Autor für das Magazin.

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