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New York Times gegen Macron : Woke und Widerstand

Rief beim Medienredakteur der NYT an: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Bild: AFP

Hier prallen Welten aufeinander: Die „New York Times“ und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron streiten über Amerikas neue Ideale und den Zustand der Grande Nation.

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          Gefahr ist in Verzug, Frankreich hat Angst: Emmanuel Macron, behauptet die „New York Times“ in einem vergangene Woche publizierten Artikel, empfinde die „fortschrittlichen amerikanischen Ideen“ als „Bedrohung“. Der Präsident bekämpfe die geisteswissenschaftlichen Theorien zu „Rasse, Gender und Postkolonialismus“ und sehe sie als Gefahr für die Nation an. Der Titel des Artikels zielt auf die laizistische Republik: „Bedrohen die amerikanischen Ideen den französischen Zusammenhalt?“

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Der Konflikt zwischen der „New York Times“, die aus Rücksicht auf Minderheiten keine Karikaturen mehr publiziert und „schwarz“ nur noch großschreibt, schwelt schon länger. Die erste Schlagzeile, die das Blatt nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty online stellte, erweckte den Eindruck, die Polizei, die den Täter erschossen hatte, habe überreagiert. Präsident Macron rief den Medienredakteur der Zeitung an, um den Amerikanern die Bedeutung der Karikatur als Symbol der französischen Meinungsfreiheit zu erklären. Für die „New York Times“ schien Frankreichs Umgang mit Muslimen und deren vermeintliche Verletzung durch die Karikaturen den Terrorismus fast schon zu rechtfertigen. Der jüngste Bericht ihres Paris-Korrespondenten Norimitsu Onishi ist eine späte Replik auf die Kontroverse.

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