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Verlag Gruner + Jahr : Lifestyle-Magazin „Neon“ wird eingestellt

  • Aktualisiert am

Immer weniger erfolgreich: Magazin-Cover der „Neon“ Bild: Gruner + Jahr

Die alten Leser gingen, und es kamen nicht genug neue nach: Das Magazin „Neon“ wird es künftig nur noch digital geben. Bald erscheint die letzte Ausgabe.

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          Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr stellt nach 15 Jahren sein Magazin „Neon“ ein. Das Heft erscheint am 18. Juni zum letzten Mal. Danach werde es „Neon“ nur noch digital geben, teilte der Verlag am Mittwoch in Hamburg mit. Chefredakteurin Ruth Fend bedauerte das Aus und schrieb an die Leser: „Wir würden wahnsinnig gerne weiter ein Heft für euch machen, mit all der Leidenschaft, mit der wir es noch immer jeden Monat tun. Aber ihr seid zu wenige geworden. Denjenigen, die sich verabschiedet haben, sind nicht genügend Jüngere gefolgt.“

          Die Zeitschrift war 2002 mit einer Auflage von 27.000 Exemplaren gestartet, erreichte 2011 einen Spitzenwert von durchschnittlich 237.000 verkauften Heften pro Monat - und lag nach Verlagsangaben zuletzt bei 58.000 verkauften Heften. Die aktuelle IVW-Meldung werde ein Minus von 23 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ausweisen, teilte der Verlag mit. „Nido“, ein seit 2009 publizierter Ableger für junge Eltern, wird fortgesetzt.

          Dem Ende des Magazins gingen große personelle Umwälzungen voraus: Durch den Umzug des Titels aus München zur Firmenzentrale in Hamburg verlor die Redaktion 2014 zahlreiche Mitarbeiter. Auch die damaligen Chefredakteure Vera Schroeder und Patrick Bauer wollten dem Magazin nicht nach Hamburg folgen.

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